Eishalle Niederbayern

Businesskonzept für Grundstückserwerb, Errichtung und Betrieb einer privaten Eishalle mit Eisfläche im NHL-Standard nahe der A92, mit verpachtetem Restaurant und 100 % Fremdfinanzierung.

Stand 21.10.2026 · Recherche aus öffentlichen Quellen, alle Zahlen mit Quellenangabe oder als eigene Rechnung bzw. Annahme gekennzeichnet

1. Ergebnis auf einen Blick

19,5 Mio. €
Gesamtinvestition, voll finanziert (realistisches Szenario, netto)
1,34 Mio. €
Kapitaldienst pro Jahr bei 4,7 % und 25 Jahren
0,93 Mio. €
Betriebskosten pro Jahr, ganzjähriger Betrieb
ca. 42 h/Tag
nötige verkaufte Eisstunden pro Tag ohne Verlust (bei 150 € netto je Stunde)
10–13 h/Tag
realistisch verkaufbar (Dingolfing heute: ca. 10,5 h/Tag inkl. Eisaufbereitung)
Kernaussage: So wie gefragt (privat, eine NHL-Fläche, Grundstückskauf, 100 % Kredit zu 4,7 %) erreicht die Halle den Break-even nicht. Der Tag hat 24 Stunden, nötig wären rund 42 verkaufte Eisstunden pro Tag. Bei realistischen 11 Stunden pro Tag müsste jede Stunde rund 550 € netto bringen. Die Konkurrenz verlangt 120–220 € brutto.

Das liegt nicht an einzelnen Annahmen. Der Kapitaldienst allein (rund 1,34 Mio. € im Jahr) ist größer als der Umsatz, den eine voll ausgelastete Eisfläche zu Marktpreisen erzielt. Alle Hallen in der Region gehören Kommunen, Stadtwerken oder einem Verein und machen jedes Jahr Defizit. Benchmarks: Dinslaken rund 1 Mio. € Betrieb pro Jahr, Straubing laut SPD „deutlich mehr als 850.000 €“ Defizit, Aalen rund 450.000 € Betrieb.

Was eine verkaufte Stunde realistisch trägt: Bei 11 Stunden pro Tag deckt die Eisfläche zusammen mit Pacht und Werbung rund drei Viertel der Betriebskosten. Den Kapitaldienst muss jemand anderes tragen. Das Konzept funktioniert deshalb nur mit mindestens einem dieser Hebel (Rechnung im Abschnitt Break-even):

  1. Kommune als Ankermieter oder Mietzahler. Vorbild Düsseldorf-Benrath: privater Investor baut, Stadt zahlt 640.000 € Miete pro Jahr über 30 Jahre.
  2. Förderung über einen gemeinnützigen Verein. Die bayerische Vereinssportstättenförderung (SportFöR) zahlt 25–40 % Zuschuss. Für ein privates, kommerzielles Projekt ist sie ausgeschlossen.
  3. Investition drastisch senken. Erbbaurecht statt Kauf, Leichtbau- oder Traglufthalle, Bestandshalle umbauen, gebrauchte Eismaschine.
  4. Zweite Erlösquelle mit hoher Marge: Sommereis für Camps, Events, Eisstock für Firmen, Werbung und Namensrechte.
Drei Fakten, die vor jeder Planung geklärt sein müssen:
  • Die NHL-Fläche (25,91 m breit) ist 9 cm schmaler als das IIHF-Minimum von 26 m. Der BEV spielt nach IIHF-Regeln. Ohne schriftliche Zusage des BEV ist Ligaspielbetrieb fraglich. Empfehlung: 60,96 × 26 m planen (die Kosten ändern sich dadurch praktisch nicht).
  • Die einzige Förderung, die auch ein privater Betreiber bekommt (Kälte-Klima-Richtlinie, bis 200.000 €), nimmt nur noch bis 31.12.2026 Anträge an.
  • Der Zins von 4,7 % ist nur mit bester Bonität erreichbar. KfW ERP-Förderkredit KMU (20 Jahre, 10 Jahre Zinsbindung) ab 09.10.2026: 4,87 % in Preisklasse A, 6,07 % in D, 7,37 % in F. Eine Projektgesellschaft ohne Historie landet eher bei 5,5–7,4 %.

2. Ausgangslage

Die „GP Arena“ in Straubing

Die GAMEPITCH Eisarena (GP Eisarena) liegt in der Landshuter Straße 45b in Straubing, in einer alten Industriehalle. Sie ist kein Stadion, sondern ein Kleinfeld von etwa 17 × 24 m (ca. 400 m²). Ein TV-Beitrag von 2021 nennt 25 × 19 m. Es gibt „Ganzjahreseis“, Umkleiden und WCs.

  • Gebaut hat sie der Unternehmer Thomas Groß, Eis gibt es seit 10.05.2021. Im ersten Sommer schmolz das Eis wegen der Hitze, die Halle war vier Tage für Dämmarbeiten geschlossen. Eine Stunde Eis kostete damals etwa 100 €. Der Betreiber sagte selbst, Gewinn werde er damit „nicht wirklich erzielen können“ (Niederbayern TV, 18.06.2021).
  • Seit 01.03.2022 betreibt die BM Event GmbH (Ferdinand Büchl, Patrick Murray) die Halle. Laut North Data ist Murray seit 23.12.2025 nicht mehr Geschäftsführer.
  • Eine Schließung ist in keiner öffentlichen Quelle zu finden (Website, idowa, BR24, Stadt Straubing). Der Geschäftsführerwechsel ist der einzige Hinweis auf eine Veränderung.
  • Für die Behauptung „Eistechnik 120.000 €“ gibt es keine Quelle. Der Betrag wäre für 400 m² in einer Bestandshalle plausibel. Auf eine NHL-Fläche (1.517 m², rund das Vierfache) mit Neubau lässt er sich nicht übertragen. Eine Kälteanlage für eine volle Eisfläche kostet 1,0–1,8 Mio. €, die Eispiste weitere 0,45–0,8 Mio. €.
  • Gebrauchtes Equipment aus Straubing: Die Kälteanlage ist für eine NHL-Fläche viel zu klein. Interessant wären höchstens Bande, Tore, Kleingeräte oder eine kompakte Eismaschine. Kontakt: bm@gp-straubing.de.

Lücke im Markt

  • An der A92 zwischen Landshut und Deggendorf gibt es nur die Marco-Sturm-Eishalle in Dingolfing (eine Fläche, stark belegt) und in Landau 6 Wochen Freiluftbahn. In Plattling wurde keine Eisfläche gefunden.
  • Sommereis gibt es in der Region nur in Landshut (Halle 1 ab Ende Juli) und Regensburg.
  • Der Bayerische Eissport-Verband (BEV) spricht im Whitepaper „Zukunft braucht Eis“ (11/2025) von rund 90 Hallen in Bayern, vielen über 30 Jahre alt, und rund 1.500 Vereinen mit über 114.000 Mitgliedern, die Eiszeiten brauchen.
  • Deggendorf: rund 29 Eisstockvereine teilen sich 14 Bahnen an nur zwei Abenden, meist zwei Vereine pro Bahn.
  • Dingolfing: 8 Hobbyteams teilen sich 9,2 h pro Woche, also gut 1 h pro Team, meist spätabends.

3. Standort und Grundstück

Flächenbedarf: Halle ca. 72 × 42 m (rund 3.000 m²) plus Funktionstrakt und Gastronomie (rund 1.300 m² Grundfläche), Parkplatz für 150–250 Stellplätze (4.500–6.000 m²), Zufahrten, Lieferhof, Rückkühler mit Abstand zur Nachbarschaft. Ziel: 12.000–18.000 m², Planungsansatz 15.000 m².

Kandidaten (geprüft am 21.10.2026)

#Ort, GebietGrößePreisWeg zur A92Status
1Wallersdorf, GE „Nordost an der St2074“ (Grund gehört dem Markt Wallersdorf)Gebiet 65.187 m², Parzellen werden nach Wunsch geschnitten125 €/m² + Herstellungsbeiträge Wasser/Kanal; Bodenrichtwert 135 €/m²ca. 0,7 km Luftlinie zur Anschlussstelle Wallersdorf-Nord„derzeit werden freie Grundstücke veräußert“, voll erschlossen, 4 Jahre Bauzwang; Restfläche nicht veröffentlicht
2Wallersdorf, Gewerbegrundstück an der A92 (Makler Realogis, Ref. 1053579)ca. 10.000 m², teilbarauf Anfrage, provisionspflichtig; Bodenrichtwerte in der Nähe 120–150 €/m²ca. 2,5 kmsofort verfügbar, voll erschlossen; für 150+ Stellplätze knapp
3Aholming (Lkr. Deggendorf), GE „An der Ochsenweide“ (Gemeindegrund)36.936 m² frei von 55.974 m²nicht veröffentlicht6,6 km zur Anschlussstelle Plattling-West, nahe Kreuz A3/A92voll erschlossen, sofort bebaubar, GRZ 0,8, Gewerbesteuer 330 %
4Landau a.d. Isar, Erweiterung GE „Landau Nordwest“4,1 ha in Planung (1. Abschnitt mit 1,3 ha ausverkauft)nicht veröffentlicht; Bodenrichtwert 100–150 €/m²1,1 km zur A92, 300 m zur B20noch nicht verfügbar; Chance auf ein passendes Sondergebiet
5Landau, GE/GI „Landau Nord“ und „Landauer Wiesen“nur vereinzelte private Flächen; Angebot 5.914 m² für 1,35 Mio. € (228 €/m²)Bodenrichtwert 110 €/m²3,2–3,8 kmzu klein
6Osterhofen, Donau-Gewerbepark29.000–47.000 m² (Angaben widersprechen sich)nicht veröffentlichtca. 7 km zur A3voll erschlossen, hochwasserangepasstes Bauen Pflicht
7Hafen Straubing-Sand (IMMO-KAI)Freiflächen 13.800 / 14.000 / 16.700 m²nicht veröffentlicht; Bodenrichtwert 90–245 €/m²A3/B20, nicht A92Industriegebiet: Sport nur ausnahmsweise zulässig
8Straubing/Bogen, an der A3 (Makler Seubert)28.586 m²auf Anfrage, provisionsfreinur A3Exposé nicht abrufbar
9Steinach-Rotham (Lkr. Straubing-Bogen)26.691 m²auf Anfrage, provisionsfreiweitabseits
10Mengkofen (Anschlussstelle Dingolfing-Mitte)teilbare Gewerbeflächen, Größe nicht genanntBodenrichtwert 60–80 €/m²nicht genanntAnfrage bei W. Jobst, 08733 9388-140

Keine freien Flächen laut Gemeinde: Moosthenning, Adlkofen; Essenbach erst in Erschließung. Plattling, Deggendorf, Dingolfing, Mamming, Pilsting, Wörth, Niederaichbach, Ergolding und Landshut nennen online keine freien Flächen, dort direkt anfragen. ImmoScout24 und das Standortportal SISBY waren am Recherchetag nicht abrufbar.

Bodenrichtwerte Gewerbe (Stichtag 01.01.2026)

Gemeinde€/m²
Wallersdorf (GE Nordost / Gewerbepark Nord GI / zwischen Bahn und A92)135 / 150 / 120
Landau a.d. Isar110–150
Pilsting100–145
Dingolfing140–250
Gottfrieding, Loiching100–140
Mamming, Moosthenning80–120
Mengkofen60–80
Wörth / Essenbach / Niederaichbach / Ergolding220 / 180–210 / 150–200 / 320–350
Stadt Landshut350–400
Stadt Straubing90–245
Lkr. Deggendorf (Plattling, Aholming, Deggendorf)gebührenpflichtig

Tatsächliche Kaufpreise Gewerbe: Lkr. Landshut 2025 74–220 €/m² (Median 80 €/m², nur 6 Fälle), Stadt Landshut 2025 Ø 360 €/m². Faustwert im A92-Korridor Dingolfing–Plattling: 80–150 €/m² für Gemeindeland, private Flächen bis rund 230 €/m².

Erwerbskosten (Beispiel Wallersdorf, 15.000 m²)

PostenBetrag
Kaufpreis 15.000 m² × 125 €1.875.000 €
Grunderwerbsteuer Bayern 3,5 %65.625 €
Notar und Grundbuch ca. 1,5–2 %28.000–37.500 €
Herstellungsbeiträge Wasser (0,60 €/m² Grund + 3,15 €/m² Geschossfläche) und Kanal (1,25 + 12,03 €/m²), bei 5.000 m² Geschossflächeca. 105.000 €
Summeca. 2,08 Mio. €

Planungsrecht

  • Gewerbegebiet (§ 8 BauNVO): Anlagen für sportliche Zwecke sind allgemein zulässig. Gastronomie als Nebennutzung ist unproblematisch; Disco- und Partybetrieb als Schwerpunkt wäre Vergnügungsstätte und nur ausnahmsweise zulässig.
  • Industriegebiet (§ 9 BauNVO): Sport nur ausnahmsweise.
  • Sondergebiet „Sport/Freizeit“ (§ 11 BauNVO): der sicherste Weg, wenn die Gemeinde mitzieht (z. B. Landau Nordwest).
  • Bebauungsplan Wallersdorf Nordost: erlaubt „Gewerbebetriebe aller Art, Lagerhäuser, Lagerplätze“, schließt Vergnügungsstätten aus. Ob eine Sporthalle darunter fällt, ist auslegungsbedürftig. Gesamthöhe höchstens 12,00 m: für eine Halle mit 8–10 m lichter Höhe und Tragwerk knapp. Lärmkontingente 57–59 dB(A)/m² tags, 42–44 nachts; Bahnlärm an der Südgrenze bis ca. 70 dB(A). Klärung über Bauvoranfrage oder Befreiung nach § 31 Abs. 2 BauGB.
  • Lärm: Die 18. BImSchV zählt Parkplatz und An- und Abfahrt zur Sportanlage. Richtwerte GE 65 dB(A) tags, 60 in Ruhezeiten, 50 nachts; Mischgebiet 60/55/45; Wohngebiet 55/50/40. Wohnbebauung in der Nähe entscheidet über den Standort.
  • Hochwasser: 2013 brach bei Deggendorf (Fischerdorf) der Isardamm, die A92 Deggendorf–Plattling war gesperrt. Standort außerhalb HQextrem wählen (UmweltAtlas Bayern), Technik nicht im Keller.

Empfehlung

  1. Wallersdorf, GE Nordost (Kandidat 1): einziger Kandidat mit veröffentlichtem Preis, Gemeindeland, frei teilbar, 0,7 km zur A92, mittig zwischen Dingolfing, Landau, Plattling und Deggendorf. Risiken: Höhe 12 m, Zulässigkeit, Nachfrage durch andere Interessenten (laut Begründung 11 Interessenten für ca. 60.000 m²). Ansprechpartner Markt Wallersdorf, Herr Sommersberger, 09933 95100.
  2. Aholming, GE An der Ochsenweide (Kandidat 3): größte bestätigte freie Fläche, sofort bebaubar. Preis und Hochwasserlage klären. Gemeinde 09938 950512, Wirtschaftsförderung Lkr. Deggendorf A. Ober, 0991 3100-171.
  3. Landau, Erweiterung Nordwest (Kandidat 4): beste Verkehrslage, Chance auf ein zugeschnittenes Sondergebiet und auf Erbbaurecht. 1. Bürgermeister Kohlmayer, 09951 941-100.
Grundstück nur mit Rücktrittsrecht oder Option kaufen (Baugenehmigung, Finanzierung). Vor dem Kauf Bodengutachten und Bauvoranfrage.

4. Anlage und Raumprogramm

Eisfläche

60,96 m (200 ft) 25,91 m (85 ft) Eckradius 8,53 m
MaßNHLIIHF-Regel 1.2 (2026/27)Bemerkung
Länge60,96 m60 mpasst
Breite25,91 m26–30 m9 cm zu schmal
Eckradius8,53 m7,0–8,5 m3 cm zu groß
Eisflächeca. 1.517 m²ca. 1.800 m² bei 60 × 30 mNHL ist rund 16 % kleiner als die übliche europäische Fläche

Der DEB-Leitfaden für die Oberliga erlaubt 25–30 m Breite, verlangt aber mindestens 1.000 Zuschauerplätze. Für Bayernliga, Landesliga und Bezirksliga gelten die IIHF-Maße. Empfehlung: Fläche mit 60,96 × 26,00 m und 8,5 m Eckradius bauen. Das ist spielerisch NHL-Feeling und regelkonform.

Raumprogramm

BereichBGFInhalt
Halleca. 3.000–3.100 m²Eis 1.517 m², Umgang, Tribüne mit 300–500 Plätzen, Außenmaß ca. 72 × 42 m, lichte Höhe ca. 8–10 m
Funktionstraktca. 950 m²4 Mannschaftskabinen mit Dusche/WC (240 m²), Schiedsrichter (25 m²), Eismaschinengarage mit Schneegrube (80 m²), Technik Kälte/Lüftung/Elektro (200 m²), Foyer, Kasse, Verleih (150 m²), Besucher-WC (60 m²), Lager und Schleifraum (50 m²), Büro und Sanitätsraum (55 m²), Verkehrsflächen
Halle gesamtca. 4.000 m²vergleichbar mit Düsseldorf-Benrath (3.850 m²) und Unna (3.960 m²)
Gastronomieca. 350 m²250 m² Gastraum (rund 125–145 Sitzplätze), ca. 100 m² Küche, Lager und Nebenräume, Terrasse, Blick aufs Eis
Parkplatzca. 4.000–6.000 m²150–250 Stellplätze inklusive Gastronomie (siehe Abschnitt 16)

5. Kälte- und Gebäudetechnik

Kälteanlage

  • Leistung: Für eine Fläche von 60 × 30 m sind 300–660 kW belegt (Nordhorn 2 × 300 kW NH3, Amberg 157–661 kW, Eppelheim 312 kW). Für die NHL-Fläche im Ganzjahresbetrieb sind ca. 400–500 kW realistisch.
  • Kältemittel: Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 lässt für ortsfeste Kühler über 12 kW ab 1.1.2027 nur Kältemittel mit GWP unter 750 zu. Zukunftssicher sind nur NH3 (Ammoniak) oder CO2. Beide sind Voraussetzung für die Kälte-Klima-Förderung.
  • Empfehlung: indirektes NH3-System mit Sole (z. B. Glykol oder Kaliumformiat). Füllmenge etwa 0,1–0,5 t NH3, also keine BImSchG-Genehmigung (Grenze 3 t, 4. BImSchV Nr. 10.25). Direktverdampfung braucht rund 2,9 t und liegt knapp an der Grenze. Alternative: CO2 transkritisch (Aarhus: −50 % Kältestrom, Pirkkala: 500 → 351 MWh/a). Belastbare Investitionsvergleiche CO2 zu NH3 waren nicht zu finden.
  • Nordhorn-Vergleich (ca. 500 kW): direkt 308 MWh/a Kältestrom, 2.900 kg NH3, Wartung 24.000 €/a; indirekt 475 MWh/a, 1.400 kg NH3 + 17 t Glykol, Wartung 18.000 €/a.
  • Kosten: Berlin (NH3, 4 Verdichter, Kühlturm, Steuerung, 2025) 1,3 Mio. €; Benrath (Eistechnik inkl. Piste) ca. 1,7 Mio. € brutto. Ansatz: 1,0 / 1,3 / 1,8 Mio. € (min / realistisch / max).
  • Abwärme: Nordhorn nennt 120 kW Hochtemperatur und 600 kW Niedertemperatur. Damit lassen sich Duschwasser, Heizung, Unterfrierschutz und Schneegrube versorgen. Peißenberg: Abwärme plus 2 Wärmepumpen für 976.000 € senkten die Energiekosten von 157.000 auf 107.000 €/a.

Eispiste

Stahlrohre in Vakuumbeton oder Kunststoffrohre in Sandbett, darunter Dämmung und ein beheizter Unterfrierschutz (gegen Frosthebung). Das Fachbüro in der Nordhorn-Studie rät von EPDM-Matten ab. Unna setzt 500.000 € an. Ansatz: 0,45 / 0,6 / 0,8 Mio. €.

Bande

Wetzikon (CH) zahlte 2021/22 CHF 240.000–250.000 für eine flexible Bande von Engo mit ESG-Glas, das günstigste von 4 zertifizierten Systemen. Bandenhöhe ideal 1,07 m, Glas hinter dem Tor 2,4 m, an den Seiten 1,8 m (IIHF). Ansatz mit Netzen und Spielerbänken: 0,25–0,4 Mio. €.

Lüftung, Entfeuchtung, Licht, PV

  • Entfeuchtung ist für eine Ganzjahreshalle Pflicht, sonst gibt es Nebel, Tropfwasser und Deckenkondensat (Passau hat genau dieses Problem). Linz vergab 2025 die Lüftung für 655.222 €. Ansatz 0,4–0,7 Mio. €.
  • LED-Licht: EN 12193 Eishockey in der Halle Klasse I 750 lx, II 500 lx, III 300 lx. Dresden (2026, 750 lx) ca. 120.000 € und bis zu 110.000 kWh Einsparung pro Jahr.
  • PV: ca. 250 kWp auf dem Dach, 900–1.600 €/kWp (Fraunhofer ISE), Stromgestehungskosten 5,7–8,8 ct/kWh. Spart grob 40.000–50.000 € pro Jahr, weil die Halle tagsüber viel Strom braucht. Schneelast und Statik früh einplanen.
  • Hallenhülle: Holzleimbinder (Landshut, Geretsried: WIEHAG), Stahl oder Membran. Eine Traglufthalle kostete in Unna 740.000 €, ist aber im Ganzjahresbetrieb energetisch schwach.

Energiebedarf

ReferenzVerbrauch
Schweden, 341 HallenØ 1.137 MWh/a, Spanne 600–2.000, Best Practice unter 500 MWh
AnteileKälte 43 %, Heizung 26 %, Licht 10 %, Lüftung 9 %
Moers (Saison Sep–Mär)Strom 760–785 MWh, Wärme 861–1.099 MWh
Bayreuthca. 650 MWh Strom + 230 MWh Wärme
Ganzjahresbetriebca. +10 MWh je zusätzlicher Woche, also etwa +200 MWh bei 50 statt 30 Wochen
Ansatz für das Projekt0,8–1,2 GWh Strom pro Jahr, Wärme überwiegend aus Abwärme

Strompreis 2026 für kleine Industrie (Mittelspannung) laut BDEW 17,2 ct/kWh mit reduzierter Stromsteuer. Eine Eishalle bekommt die Stromsteuerentlastung nicht (nur Produzierendes Gewerbe, § 9b StromStG), also rund 19,2 ct/kWh netto. Das ergibt 155.000–230.000 € Strom pro Jahr vor PV.

6. Eisbearbeitungsmaschine

Für 1.517 m² passen Maschinen mit Herstellerangabe um 1.800 m². In einer geschlossenen Halle empfiehlt sich Elektroantrieb: Der Innenraum-Richtwert für NO2 liegt bei nur 80 µg/m³ (Richtwert I, AIR 2026), mit Gas- oder Propanmaschinen ist das nur mit starker Lüftung und CO/NO2-Messung einzuhalten.

Neu

ModellAntriebWasserSchneetankFläche
Zamboni 552ACElektro, Blei 630 Ah oder Li-Ion 210/315 Ah738 l + 310 l2,83 m³1.800 m²
Zamboni 650Elektro, Blei 630 Ah, Li-Ion optional757 l3,74 m³1.800 m²
Zamboni 526 / 446Benzin oder Propan727 l / 627 l3,54 / 2,66 m³1.800 m²
Engo IceWolf CLASSIC LithioElektro, Allrad, Li-Ion 80 V / 240 Ah1.000 l3,0 m³1.800 m²
WM MammothElektro, 31 kW, LiFePO4 optional1.000 l3,0 m³2.600 m²
Olympia Millennium EElektro, 80 V / 770 Ah Blei960 l + 205 l2,91 m³k. A.

Neupreise: In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen aktuelle Beschaffungen bei 200.000–230.000 € netto (Crimmitschau 06/2026: 230.000 € Schätzwert; Berlin-Neukölln 08/2026: 200.000 €; Winterthur 11/2025: CHF 199.541). In Nordamerika sind dieselben Maschinen deutlich günstiger (Engo Ice Wolf ca. 115.000 €, Zamboni 552AC ca. 148.000 €). Freising schreibt gerade aus: Li-Batterie mindestens 80 V / 460 Ah, mindestens 1.800 m², Schneetank mindestens 3,0 m³, höchstens 5.200 kg.

Gebraucht (Angebote am 21.10.2026)

ModellBaujahrStundenAntriebPreis nettoVerkäufer
Engo 200 SX2011ca. 6.400Elektro, Batterien 2024 neu17.900 €AW Handels, Apfeltrach
Engo 230 LX mit Kantenfräse2007ca. 5.500Elektro, Batterie 201816.900 €AW Handels, Apfeltrach
Engo 230 LX mit Kantenfräse20037.300Elektro13.900 €AW Handels, Apfeltrach
Dupon Euroglass / OKAY 3500 Elektra2012k. A.Elektro 80 V18.900 €Auto Ungar, Wendelstein
Dupon OKAY 300020053.102Gas13.900 €Auto Ungar, Wendelstein
Dupon OKAY 300020002.156Gas8.900 €Auto Ungar, Wendelstein
WM Mini/Compact2005796Diesel21.900 €AW Handels (für 1.517 m² zu klein)
Olympia IceBear20106.100Elektro, neue Batterien32.990 €Finnland, privat
Olympia H300020086.000Benzin V631.990 €Finnland, privat
Ein echter gebrauchter Zamboni war in Deutschland nicht im Angebot (Autoline sortiert Dupon und Engo unter „Zamboni“ ein). Der finnische Verkäufer bietet mindestens 6 Olympia-Maschinen mit fast gleichen Texten an. Das passt nicht zu einem Privatverkäufer: nichts vorab zahlen, vorher besichtigen.

Empfehlung:

  • Hauptmaschine neu, elektrisch, Li-Ion (Zamboni 552AC, Engo IceWolf Lithio oder WM Mammoth): bei 6–10 Eisbearbeitungen pro Tag ist die Verfügbarkeit entscheidend, Li-Ion lädt zwischen zwei Bearbeitungen nach. Ca. 215.000 € über 12 Jahre, also rund 18.000 € pro Jahr.
  • Zweitmaschine gebraucht, elektrisch (z. B. Engo 230 LX 2007 mit Kantenfräse, 16.900 €) als Reserve. Fällt die einzige Maschine aus, steht der Betrieb. Batteriezustand prüfen; ein neuer Bleisatz kostet in der Größenordnung von 10.000–12.000 USD.
  • Sparvariante: nur eine gebrauchte Elektromaschine für ca. 17.000–19.000 € und Reserve über einen Leihvertrag mit dem Händler. Spart rund 200.000 € Investition, erhöht aber das Ausfallrisiko.

Händler: Zamboni über AST Eissport- und Solaranlagenbau GmbH, Füssen; Engo direkt (Engo GmbH, Vahrn, Südtirol, +39 0472 546 157); WM technics (Blumau, Südtirol); Olympia über ICEBEAR electric GmbH, Osnabrück; Zubehör und Gebrauchtmaschinen über Ice Business GmbH, Regensburg (+49 941 4644880).

7. Weiteres Equipment

PositionProduktPreis
EishockeytoreIIHF, komplett mit Flex Pegs, 2 Stückca. 4.765 €
Eisfarbeweiß 10 Säcke + Linienfarben je Eisaufbauca. 2.000 €
UmkehrosmoseJet Ice Pro-Ice Mach 4 oder Grünbeck GENO-OSMO HLX (bessere Eisqualität, weniger Energie)ca. 20.000 € (Selkirk: unter CAD 30.000)
Leihschlittschuhe300 Paar Kunststoffschale, 63,55–79,79 € je Paar19.400–23.900 €
SchleifmaschineSparx PS300 Commercial bis Prosharp AS 20012.796–15.161 €
Schlittschuhtrockner2 × 20 Paarca. 4.800 €
Lauflernhilfen10 Stück „Dolphy“ / „Bobby“ca. 2.900–4.500 €
Gummiboden10 mm, R10, ca. 400 m² für Umgang und Kabinenwegeca. 11.600 €
KantenfräseZamboni EZ III, Engo IceDingoauf Anfrage
Anzeigetafel, ZeitnehmungNautronic, Daktronics, Stramatelauf Anfrage
EisstockLeihstöcke, LED-Beleuchtung je Stockbahn 250 €ca. 5.000 €
Kasse, Zutritt, Online-BuchungDrehkreuze, Buchungssystem für Eiszeitenca. 40.000–80.000 € (Annahme)

Preise überwiegend aus dem Shop iceshop24.com (Ice Business, Regensburg), meist brutto.

8. Investitionsplan

Netto, Preisstand 2026. Bei steuerpflichtigen Umsätzen ist die Vorsteuer voll abziehbar (siehe Abschnitt 16), finanziert werden muss sie trotzdem für einige Wochen bis Monate.

PositionMinRealistischMaxGrundlage
Grundstück ca. 15.000 m²1,201,882,2580 / 125 / 150 €/m²; realistisch = Gemeindepreis Wallersdorf (Abschnitt 3)
Erwerbsnebenkosten (3,5 % GrESt, ca. 2 % Notar/Grundbuch) und Herstellungsbeiträge Wasser/Kanal0,170,210,245,5 % vom Kaufpreis + ca. 105.000 € Beiträge (Satz Wallersdorf, 5.000 m² Geschossfläche)
KG 200 Herrichten, Erschließung0,200,400,60Annahme, je nach Grundstück
KG 300 Baukonstruktion (ca. 4.050 m²)4,055,306,901.000 / 1.300 / 1.700 €/m²
KG 400 Technik gesamt3,504,606,00Benrath KG 400 ca. 3,7 Mio. € netto (2021)
  davon Kälteanlage ca. 450 kW1,001,301,80Berlin 1,3 Mio. €
  davon Eispiste0,450,600,80Unna 0,5 Mio. €
  davon Lüftung, Entfeuchtung0,400,550,70Linz 0,66 Mio. €
  davon LED-Licht0,100,120,15Dresden 0,12 Mio. €
  davon PV ca. 250 kWp0,230,300,40Fraunhofer ISE
  davon Elektro, Sanitär, Heizung, Brandmeldeanlage1,301,702,15Rest, Annahme
KG 500 Außenanlagen, Parkplatz0,300,601,00Annahme
KG 600 Ausstattung: Bande, Eismaschine neu, Tore, Spinde, Kasse, Schleifen0,450,600,85Wetzikon, Zamboni, iceshop24
KG 700 Planung, Gutachten, Genehmigung1,402,203,2018 / 22 / 25 % von KG 300+400
Reserve für Unvorhergesehenes0,501,402,805 / 10 / 15 %; Sissach +13 %, Saas-Grund +40 %
Gastronomie: Ausbau 350 m², Küche, Anteil Planung0,951,351,802.000 / 2.600 / 3.200 €/m² + Küche
Bauzeitzinsen (4,7 %, ca. 18 Monate, Ø halbe Summe abgerufen)0,400,580,80eigene Rechnung
Vorsteuer-Zwischenfinanzierung, Anlaufreserve (Liquidität erste 6 Monate)0,200,350,50Annahme
Gesamt zu finanzierenca. 13,3ca. 19,5ca. 26,9Mio. € netto

Beträge in Mio. € netto. Plausibilität der Hallenkosten (realistisch 15,1 Mio. € ohne Gastronomie, Grundstück und Finanzierung): Benrath 12,9 Mio. € netto (2021) plus Baupreissteigerung, Nordhorn 14,6 Mio. € netto (Studie 2022), Rapperswil NHL-Trainingshalle rund CHF 15 Mio., Langnau 2. Halle mit NHL-Feld CHF 22,7 Mio. inkl. MWST. Das Minimum ist nur mit Leichtbau oder Traglufthalle, kleinem Funktionstrakt und gutem Baugrund erreichbar.

9. Finanzierung

Kapitaldienst bei 100 % Fremdfinanzierung

Annuitätendarlehen über 19,5 Mio. € (realistisches Szenario), Zins und Tilgung pro Jahr:

Zins20 Jahre25 Jahre30 Jahre
4,7 % (Vorgabe)1,53 Mio. €1,34 Mio. €1,23 Mio. €
5,5 %1,63 Mio. €1,45 Mio. €1,34 Mio. €
6,5 %1,77 Mio. €1,60 Mio. €1,49 Mio. €

Pro Monat sind das bei 4,7 % und 25 Jahren rund 112.000 €. Allein die Zinsen im ersten Jahr betragen rund 917.000 €. Ein Jahr Zinssteigerung um einen Prozentpunkt kostet etwa 100.000–150.000 € pro Jahr.

Ist 100 % Fremdfinanzierung realistisch?

Formal ja, praktisch kaum. KfW (ERP-Förderkredit KMU 365/366, bis 25 Mio. €) und LfA (Universalkredit, bis 15 Mio. €) erlauben Finanzierungen bis 100 %. Die Kredite laufen aber über die Hausbank, und die trägt das Risiko. Eine Eishalle ist eine Spezialimmobilie mit geringer Drittverwendung: Die Eissporthalle Bad Kissingen mit betriebsbereitem Restaurant wurde 2017 für 231.500 € verkauft. Banken setzen deshalb einen niedrigen Beleihungswert an und verlangen Eigenkapital (üblich 20–30 %) und eine Kapitaldienstdeckung (DSCR) von mindestens 1,2. Die Halle erwirtschaftet keinen positiven Cashflow, die DSCR liegt unter 0.

Realistische Wege zu einer Finanzierung:

  1. Eigenkapital oder Mezzanine von 20–30 % (3,9–5,9 Mio. €).
  2. Zusätzliche Sicherheiten: Grundschulden auf anderen Immobilien, persönliche Bürgschaften.
  3. Kommunale Beteiligung: Grundstück im Erbbaurecht, langfristiger Nutzungsvertrag für Schulsport und Vereinseiszeit, gegebenenfalls kommunale Bürgschaft (beihilferechtlich prüfen).
  4. Langfristige, unterschriebene Mietverträge mit Vereinen als bankfähiger Cashflow.

Förderprogramme

ProgrammFür wenKonditionen
Kälte-Klima-Richtlinie (BAFA, Nationale Klimaschutzinitiative)privat, Verein, KommuneZuschuss bis 200.000 €, nur natürliche Kältemittel, Neubau förderfähig. Anträge nur bis 31.12.2026.
KfW ERP-Förderkredit KMU 365/366privat (KMU)Kredit bis 25 Mio. €, bis 100 %, 20 Jahre, 3 Jahre tilgungsfrei, 10 Jahre Zinsbindung; 366: 50 % Haftungsfreistellung erst mit 2 Jahresabschlüssen. Zins 4,87–8,97 %.
KfW 295 Energie- und RessourceneffizienzprivatKredit mit Tilgungszuschuss für Kälte, Abwärme, Lüftung; Energieeinsparkonzept nötig. Zins ab 4,41 %.
KfW 263 / 299 Effizienzgebäude NichtwohngebäudeprivatKredit, 263 ab 3,91 % (30 Jahre)
LfA Universalkreditprivatbis 15 Mio. €, bis 100 %, HaftungPlus 60 % nur bis 4 Mio. €
Bürgschaftsbank BayernprivatBürgschaft bis 80 %, aber höchstens 1,25 Mio. €
LEADER 2023–2027privat, Verein, Kommune30–40 %, höchstens 250.000 €, Beschluss der lokalen Aktionsgruppe (u. a. Deggendorf, Straubing-Bogen, Landkreis Landshut)
SportFöR Bayern (über BLSV)nur Vereine25 % Zuschuss (mit Zuschlägen bis 40 %) + 10 % Darlehen; ausgeschlossen bei überwiegend kommerzieller Nutzung oder Publikumsbetrieb
Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstättennur Kommunennur Sanierung, kein Neubau
GRW / Bayerisches Regionalförderprogrammprivat praktisch nichtSport ausgeschlossen, nur bei überwiegend touristischer Nutzung

Für einen privaten Betreiber bleiben realistisch 0,2–0,45 Mio. € Zuschuss (Kälte-Klima plus eventuell LEADER), der Rest sind Kredite.

10. Rechtsform

Entscheidung: Besitz- und Betriebsgesellschaft (Objekt-GmbH & Co. KG plus Betriebs-GmbH)
GesellschaftRechtsformEigentum und AufgabenZweck
ObjektgesellschaftGmbH & Co. KGGrundstück, Halle, Kälteanlage; vermietet die Halle an die Betriebs-GmbH, verpachtet das Restaurant an den WirtHält das Vermögen, ist Kreditnehmerin und Grundschuld-Schuldnerin
BetriebsgesellschaftGmbH (Stammkapital 25.000 €)Eisbetrieb, Personal, Kasse, Verträge mit Vereinen und KundenTrägt die Betriebsrisiken
  • Haftung: Unfälle im Publikumslauf, ein Ammoniak-Vorfall oder eine Betriebsinsolvenz treffen die Betriebs-GmbH. Grundstück und Halle bleiben in der Objektgesellschaft.
  • Anlaufverluste: Abschreibungen und Zinsen der ersten Jahre kann der Gesellschafter bei der KG mit anderen Einkünften verrechnen (beschränkt durch § 15a EStG auf die Einlage). Bei einer reinen GmbH bleiben sie dort als Verlustvortrag stehen.
  • Vorsteuer: Die Objekt-KG vermietet umsatzsteuerpflichtig (Option nach § 9 UStG) an die Betriebs-GmbH und an den Wirt. Damit lassen sich rund 19 % der Baukosten als Vorsteuer zurückholen, bei 15 Mio. € netto rund 2,85 Mio. €.
  • Förderkredit: Der ERP-Förderkredit KMU ist mit beiden Gesellschaften möglich (KMU-Grenzen gelten für den Verbund).
  • Nachteile: Durch die Betriebsaufspaltung ist auch die Objektgesellschaft gewerbesteuerpflichtig. Bei 100 % Fremdfinanzierung verlangt die Bank fast sicher persönliche Bürgschaften, gegenüber der Bank schützt die Haftungsbeschränkung dann nicht. Zwei Buchhaltungen und Jahresabschlüsse (ca. 10.000–20.000 € pro Jahr Mehrkosten, Annahme).
  • Ergänzung: Ein gemeinnütziger Förderverein, der nicht Eigentümer ist, kann Spenden einwerben, als Ankermieter für Vereinseiszeiten auftreten und Vereinsförderung beantragen.

Die Endfassung (Gesellschaftsverträge, Mietvertrag zwischen KG und GmbH, Umsatzsteueroption) muss ein Steuerberater prüfen.

11. Markt und Konkurrenz

Straßen-km ab Dingolfing. Alle Hallen gehören Kommunen, Stadtwerken oder einem Verein. Einen privaten Betreiber gibt es in der Region nicht.

HallekmBetreiberFlächenZuschauerVereineEintritt Erw./Kind
Dingolfing, Marco-Sturm-Eishalle0Stadt1 Halle, Sep–Mär2.500EV Dingolfing (Bayernliga), 8 Hobbyteams, Damen, Eisstock1,50 / 1,00 €
Landau a.d. Isar, Kunsteisbahn21Stadt1, offen, ca. 6 Wochen–Eisstock, Schulenk. A.
Landshut, VR-Bank Landshut Arena + Halle 237Stadt2, Eis ab Ende Juli4.448EV Landshut (DEL2), Eiskunstlauf, Hobby, Eisstock4,50 / 3,00 €
Straubing, Eisstadion am Pulverturm44Stadt / Tigers1 Halle5.825Straubing Tigers (DEL), EHC Straubing, Hobby-Kreisliga4,00 / 2,00 €
Straubing, GP Eisarena44BM Event GmbH (privat)Kleinfeld ca. 400 m², ganzjährig–Mietfläche–
Deggendorf, Eisstadion46Stadt1 Halle, Aug–Mär2.666Deggendorfer SC (Oberliga), Eiskunstlauf, ca. 29 Eisstockvereine4,00 / 2,50 €
Moosburg, Clariant-Arena54Stadt1, überdacht1.000EV Moosburg, EV Aich, EV Bruckberg4,50 / 3,00 €
Waldkraiburg, Raiffeisen Arena65Stadtwerke1 Halle2.400EHC Waldkraiburg (Bayernliga)5,00 / 3,00 €
Dorfen, Dr.-Rudolf-Stadion69ESC Dorfen (Verein)1, überdacht800–1.200ESC Dorfen (Bayernliga)k. A.
Regen, Eissportzentrum71ARBERLAND gGmbH1 Halle500–2.000Red Dragons, Eiskunstlauf, Eisstock6,00 / 5,00 €
Freising, Weihenstephan-Arena73Stadt1, überdacht400SE Freising5,00 / 2,50 €
Erding, Stadtwerke Erding Arena76Stadtwerke1 Halle, Okt–Mär2.600Erding Gladiators (Oberliga)4,00 / 2,00 €
Vilshofen, Eisstadion78Stadt1, offen1.000Vilshofener Wölfe, Eiskunstlauf, Eisstockk. A.
Regensburg, Donau-Arena + Trainingshalle82das Stadtwerk24.712Eisbären (DEL2), EHC, Eiskunstlauf6,00 / 5,00 €
Passau, Eis-Arena91Stadt1, halboffen1.500Black Hawks (Oberliga)6,00 / 4,00 €
Ingolstadt, Saturn-Arena + Halle 2103Stadtwerke24.591ERC Ingolstadt (DEL)7,00 / 4,30 €

Nachfrage

  • Eishockey Bayern 2025/26: 75 Seniorenteams und rund 415 Nachwuchsteams (BEV). Ein Bayernliga-Standort wie Dingolfing hat mindestens 8 Mannschaften in einer Halle.
  • Hobby-Eishockey: Die Kreisliga Straubing spielt 2026/27 nur noch mit 5 Teams („starke Reduzierung“), Trainingszeiten ab 21:30 oder 22:15. Ob fehlendes Eis oder fehlende Spieler der Grund sind, ist offen.
  • Eisstock: 287 Vereine im Bezirk Niederbayern, davon 142 in den Kreisen entlang der A92 (Deggendorf 27, Straubing-Bogen 50, Landshut 36, Dingolfing-Landau 29). Das ist das größte Potenzial für Abendbelegung.
  • Eiskunstlauf: In Straubing und Dingolfing gibt es keinen Verein. Lücke für Kurse und Laufschule.
  • Schulen: Deggendorf hatte im Oktober nur noch an 4 Vormittagen freie Schulslots. Plattling und Landau haben kein Hallen-Eis.

Schätzung zusätzlicher Bedarf an Eisstunden

Segmenth/Woche niedrigmittelhoch
Hobby-Eishockey51015
Eisstock Training und Turniere3610
Vereinsnachwuchs, Camps2510
Firmen- und Gruppen-Eisstock246
Schulen vormittags358
Öffentlicher Lauf (echter Mehrbedarf)248
Summe173457

Das sind eigene Schätzungen. Eine Fläche bietet in der Saison rund 75–100 Stunden pro Woche. Die mittlere Schätzung füllt also ein Drittel bis die Hälfte, vor allem abends von 17 bis 23 Uhr. Der Rest muss aus eigenem Publikumslauf, Events, Schulverträgen und Sommereis kommen. Vor dem Grundstückskauf sollten Absichtserklärungen der Ankernutzer vorliegen (Eisstockkreise, EV Dingolfing, Hobbyteams, Schulämter).

Typische Belegung (Dingolfing, Saison 2026/27)

Nutzerh/WocheAnteil
Stammverein EVD27,638 %
Publikumslauf10,214 %
Hobbyteams9,213 %
Schulen8,411 %
Privat, Geburtstage5,78 %
Eisstock5,07 %
Damen-Eishockey3,85 %
Eisaufbereitung3,45 %
Summeca. 73ca. 10,5 h/Tag

12. Preise pro Buchung

Eismiete der Konkurrenz

HalleLeistungPreis
Landshut (Stadt)Eisfläche an Dritte, inkl. 1 Kabine175 €/h
Waldkraiburg (Stadtwerke)Eishockey, Eiskunstlauf180 €/h + 25 € Kabine
Straubing, PulverturmSommer-Eis 2026 inkl. MwSt195 €/h
Deggendorf (Stadt)einheimische / auswärtige Mannschaft90 / 120 €/h
Regen (ARBERLAND)Herren Heimverein / Jugend fremd / Schule135 / 110 / 90 €/h
Weiden (Stadtwerke)Halle / Freieis150 / 90 €/h
Mitterteich (Stadt)Hobby, Vereine, 90 min inkl. Kabine160 € (ca. 107 €/h)
Augsburg (Stadt)Vereine / sonstige69 / 172,50 €/h
Mannheim (Stadt)Hobbyteams / gewerblich220 €/h / mind. 250 €/h
BraunlageEismiete / ab 10 h190 / 170 €/h
Linz (LINZ AG)Vereine, Sommereis160 €/h
Wien WEVHalle je 50 min vormittags / nachmittags101 / 133 €
GP Eisarena Straubing (2021)Kleinfeldca. 100 €/h

Eintritt Publikumslauf in der Region: Erwachsene 1,50–7 € (Median ca. 5 €), Kinder 1–5 €. Private Hallen: SAP Garden München 9,50 €, EisArena Hamburg 15 €.

Empfehlung

Über den Preis kann eine private Halle gegen subventionierte Hallen nicht gewinnen. Sie gewinnt über bessere Uhrzeiten, Sommereis, Lage an der A92, Komfort und Gastronomie. An Dritte vermieten die kommunalen Hallen bereits für 150–195 €/h. Das ist der Anker.

ProduktPreis (brutto)Begründung
Prime-Time Mo–Fr 17–22, Sa/So 10–20 Uhr: Hobby, Firmen, Fremdvereine190–210 €/hLandshut 175 € + Kabine, Waldkraiburg 205 €, Mannheim 220 €
Late Ice ab 22 Uhr150–170 €/hWeiden 150 €
Off-Peak Mo–Fr vor 16 Uhr110–130 €/hWien vormittags 101 € je 50 min, Mitterteich ca. 107 €/h
Vereine mit Saisonvertrag (mind. 2 h/Woche, 26 Wochen, Vorkasse)150–170 / 100–120 €/h15–20 % Rabatt für planbare Abnahme
Nachwuchs, Camps130–150 €/hRegen 110 € für fremde Jugendteams
Sommereis Mai–August160–200 €/hkaum Konkurrenz, Straubing 195 €, Linz 160 €
Firmen-Events, Exklusivmieteab 250–350 €/hplus Gastro- und Technikpauschale; Mannheim gewerblich mind. 250 €/h
Eisstock Verein30–40 € je Bahn und hSaisonpaket 1 Abend/Woche 500–700 € je Bahn
Eisstock Firmen und Gruppen60–90 € je Bahn und hPaket mit Tisch und Getränken 150–250 € je Bahn für 1,5 h
Eisstock-Turnier Sa vormittags450–600 €Deggendorf 450 €, Mitterteich 450–700 €
Eintritt Erwachsene / Kinder7–8 € / 4,50–5 €Region bis 7 €, privat 9,50–15 €
Familienkarte, Saisonkarte18–20 € / 140 € (Kind 90 €)Region 9–17 € bzw. 75–130 €
Leihschuhe, Schleifen, Eisdisco5–6 € / 7–8 € / 9–10 €Region 2–6 € / 4–8 € / 7–9 €
Kindergeburtstag15–19 € pro Kindinkl. Eintritt, Leihschuhe, Snack
Schulen2,50–3 € pro Kind oder 70–90 €/hDeggendorf 2,50 €, Freising 68 €/h

Umsatzsteuer: Eismiete und Eintritt bei einem gewerblichen Betreiber 19 % (der ermäßigte Satz nach § 12 Abs. 2 Nr. 9 UStG gilt nur für Schwimm- und Heilbäder). Bei 200 € brutto bleiben also 168 € netto. Der Mischpreis aus allen Produkten liegt bei realistisch 130–170 € netto je belegter Eisstunde; Ansatz im Modell 150 €.

13. Betriebskosten

Position€/JahrGrundlage
Strom 1,0 GWh × 19,2 ct, abzüglich PV170.000BDEW 2026, volle Stromsteuer
Wärme (Spitzenlast, Rest kommt aus Abwärme)15.000Annahme
Wasser, Abwasser10.000467–738 m³ pro Saison nur für Eisbearbeitung, plus Duschen
Personal: 6 Vollzeit (Eismeister, Hallenwart, Technik, Leitung) + Minijobs Kasse/Verleih400.000TVöD EG 5–8 = 3.124–4.231 € brutto/Monat, 13 Gehälter, ca. 21 % Arbeitgeberanteil
Wartung Kälteanlage22.000Nordhorn 18.000–24.000 €
Instandhaltung (1 % der Bauinvestition)150.000Annahme; in den ersten Jahren niedriger
Versicherungen (Haftpflicht, Gebäude, Maschinenbruch, Betriebsunterbrechung)50.000Annahme, keine Prämien veröffentlicht
Grundsteuer (Flächenmodell Bayern)11.00015.000 m² × 0,04 € + 6.000 m² × 0,50 € × Hebesatz ca. 300 %
Verwaltung, Steuerberatung, IT, Buchungssystem, Marketing60.000Annahme
Eismaschine (Strom, Messer, Service)10.000Annahme
Reinigung30.000Annahme
Summe Betriebskostenca. 928.000Benchmarks: Langnau knapp CHF 1 Mio., Dinslaken ca. 1 Mio. €

Nicht enthalten: Kapitaldienst, Abschreibungen, Gewerbesteuer, Ertragsteuern. Variable Kosten je Eisstunde (Eisbearbeitung: 18–36 kWh Strom, 0,3–0,5 m³ Wasser, Verschleiß) setzt das Modell mit 10 € je Stunde an.

Erlöse außerhalb der Eiszeit

Quelle€/JahrGrundlage
Restaurantpacht55.0008–10 % von ca. 600.000 € Pächterumsatz, Mindestpacht ca. 4.000 €/Monat (siehe Abschnitt 15)
Bandenwerbung, Sponsoring, Namensrecht60.000Annahme
Verleih, Schleifen, Automaten (Deckungsbeitrag)30.000Annahme
Summeca. 145.000

14. Wirtschaftlichkeit und Break-even

Frage: Wie viele Stunden pro Tag muss die Eisfläche vermietet sein, damit kein Verlust entsteht? Gerechnet wird die Liquidität (Betriebskosten + Zins + Tilgung), denn die Raten müssen jeden Monat bezahlt werden. Die GuV-Sicht (Abschreibung statt Tilgung) steht darunter.

–
Kapitaldienst pro Jahr (Annuität)
–
zu deckende Fixkosten pro Jahr (nach sonstigen Erlösen)
–
Break-even: verkaufte Eisstunden pro Tag
–
Break-even: Eisstunden pro Jahr
–
Jahresergebnis (Liquidität) bei realistischer Auslastung
–
nötiger Erlös je Stunde bei realistischer Auslastung
–
Break-even in GuV-Sicht (Zins 1. Jahr + Abschreibung), Stunden pro Tag

Linie: Jahresergebnis (Liquidität) in Abhängigkeit von den verkauften Eisstunden pro Tag. Der grüne Bereich (bis 13 h) ist realistisch verkaufbar: Öffnung ca. 6–23 Uhr, abzüglich rund 15 Minuten Eisbearbeitung je Stunde.

Ergebnis in Zahlen (realistisches Szenario, Vorgabe 4,7 %)

GrößeWert
Kapitaldienst (19,5 Mio. €, 4,7 %, 25 Jahre)1.342.000 €
+ Betriebskosten928.000 €
− sonstige Erlöse145.000 €
= über Eisstunden zu deckende Kosten2.125.000 €
Deckungsbeitrag je Eisstunde (150 € − 10 €)140 €
Break-even Eisstunden pro Jahrca. 15.200
Break-even Eisstunden pro Tag (360 Tage)ca. 42 h
Ergebnis bei 11 h/Tagca. −1,6 Mio. € pro Jahr
Nötiger Erlös je Stunde bei 11 h/Tagca. 550 € netto

Break-even nach Preis und Zins (Stunden pro Tag, 19,5 Mio. €, 25 Jahre, 360 Tage)

Was die Halle tragfähig machen könnte

HebelWirkung pro JahrBewertung
Kommune zahlt Miete für Schul- und Vereinseis (Modell Benrath: 640.000 €)−640.000 € Fixkostenstärkster Hebel, politisch abhängig
Erbbaurecht statt Kauf (Erbbauzins ca. 3–5 % vom Bodenwert)ca. −70.000 € nettoklein, spart aber rund 2,1 Mio. € Kredit
Zuschüsse (Kälte-Klima 200.000 €, LEADER 250.000 €)ca. −30.000 € Annuitätklein
Gemeinnützige Struktur mit SportFöR (25–40 %)ca. −300.000 bis −500.000 € Annuitätnur ohne Gewinnabsicht und ohne überwiegenden Publikumsbetrieb
Minimalinvestition (Leichtbau, kleiner Funktionstrakt, gebrauchte Eismaschine)ca. −400.000 € Annuitäthöhere Energie- und Instandhaltungskosten
Höhere Preise (z. B. 200 € netto Mischpreis)+50 € je Stundenur mit Premium-Angebot durchsetzbar
Selbst mit Kommune als Mieter (640.000 €), Erbbaurecht, Zuschüssen und Minimalinvestition (11,5 Mio. €, 30 Jahre) liegt der Break-even im Rechner bei rund 17 Stunden pro Tag, also noch über der Kapazität von etwa 13 Stunden. Eine wirtschaftlich tragfähige Variante setzt also Eigenkapital oder einen öffentlichen Partner voraus. Mit dem Szenario-Knopf „Mit Kommune als Mieter“ lässt sich das nachrechnen.

15. Restaurant zur Verpachtung

Was nötig ist

ThemaAnforderung
BaurechtWird mit der Halle genehmigt. Sonderbau nach Art. 2 Abs. 4 BayBO: Gaststätte über 100 Gastplätze im Erdgeschoss bzw. über 60 Gastplätze im Obergeschoss (z. B. mit Blick aufs Eis). Brandschutznachweis Pflicht.
VersammlungsstättenverordnungGilt ab über 200 Besuchern; Plätze an Tischen zählen 1 Besucher je m². 250 m² Gastraum liegen voraussichtlich darüber, mit gemeinsamen Rettungswegen ohnehin. Folge: Rettungswege, Toilettenschlüssel, Brandmeldeanlage.
Toiletten (§ 12 VStättV)Je 100 Plätze 1,2 Damen-WC, 0,8 Herren-WC, 1,2 Urinale; bei 250 Plätzen 3 / 2 / 3; WCs der Halle anrechenbar, wenn Gäste sie nutzen können. Barrierefreies WC.
Gaststättenerlaubnis (§ 2 GastG)Bei Alkoholausschank immer nötig. Erteilt wird sie dem Pächter (personengebunden), er braucht den IHK-Unterrichtungsnachweis. Der Verpächter liefert genehmigungsfähige Räume (Barrierefreiheit nach § 4 Abs. 1 Nr. 2a GastG, Toiletten, Lüftung).
StellplätzeGaStellV Bayern: 1 je 10 m² Gastfläche, also ca. 25 Stellplätze nur für das Restaurant; eine Gemeindesatzung geht vor.
BarrierefreiheitArt. 48 Abs. 2 BayBO: Sport- und Freizeitstätten in Besucherbereichen barrierefrei, einschließlich Toiletten und Stellplätzen (DIN 18040-1).
FettabscheiderDIN EN 1825 / DIN 4040-100, genehmigungspflichtig nach Entwässerungssatzung; Entleerung mindestens alle 4 Wochen, Generalinspektion alle 5 Jahre.
KüchenlüftungVDI 2052 (Abluftvolumen, Fettfilter, Kanalreinigung, Brandschutz).
HygieneVO (EG) 852/2004 (HACCP), LMHV, Belehrung nach § 43 IfSG (Bescheinigung höchstens 3 Monate alt, danach alle 2 Jahre).
LärmFür die Halle samt Parkplatz gilt die Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV), für die Gaststätte die TA Lärm. Kritisch sind Terrasse am Abend, Abfahrten nach 22 Uhr und die rund um die Uhr laufenden Rückkühler. Gewerbegebiet 65 dB(A) tags, 50 nachts.
SonstigesGEMA, Sky/DAZN-Gewerbelizenz (Sportsbar), Schankanlage nach DIN 6650, Getränkeliefervertrag.

Wer baut was

LeistungVerpächterPächter
Rohbau, Hülle, Haustechnik (Lüftung, Fettabscheider, Sanitär)ja–
Großküche (Geräte)empfohlen ja (Germering, Lahnau, Peiting machen es so)Wartung, Ersatz
Wartung Fettabscheider und Abluft–ja
Theke, Mobiliar über Grundinventar hinaus, Geschirr, Kasse–ja, oft über Brauerei finanziert
Inventarversicherung zum Neuwert–ja

Eine Küche im Eigentum des Verpächters erleichtert den schnellen Pächterwechsel. Kosten Gastronomie gesamt: 0,95 / 1,35 / 1,8 Mio. € netto (min / realistisch / max).

Pachtmodell

VergleichModell
München, Grünwalder Stadion (Frist 31.10.2026)mind. 8.000 €/Monat + mind. 9,5 % Umsatz, Kaution 6 Monatsmieten
Germering, Freizeitzentrum mit Blick in die Eishalle (12/2024)Gastraum 160 m², Küche ca. 50 m², Dachterrasse 170 m²; Pacht nach Angebot, unbefristet, Küche voll ausgestattet, Betriebspflicht zu Eislaufzeiten. Der Vorpächter hatte selbst gekündigt.
Berlin, Horst-Dohm-Eisstadion (2022)Umsatzpacht mit Mindestpacht oder Pauschale je Besucher, 5 Jahre
Regen, Freibad-Kiosk (2025)8 % vom Umsatz bis 46.000 €, darüber 10 %
Lahnau, MusterpachtvertragMindestpacht + x % Umsatz, Indexklausel, 10 Jahre + 1
Faustregel8–12 % vom Nettoumsatz; „Pacht mal acht“; über 10 % nur mit triftigem Grund

Empfehlung: Mindestpacht (z. B. 3.000 €/Monat im Sommer, 5.000 €/Monat in der Eissaison) plus 8–10 % vom Nettoumsatz über einem Schwellenwert; Nebenkosten über eigene Zähler; Kaution 3–6 Monatspachten; Indexklausel; Betriebspflicht zu Lauf- und Spielzeiten; Bucheinsichtsrecht; 5 Jahre mit Verlängerungsoption. Brauereibindung nur gegen Darlehen oder Inventar (zulässig in der Regel bis 15 Jahre).

Umsatzsteuer: Speisen seit 1.1.2026 dauerhaft 7 %, Getränke 19 %. Die Raumpacht ist steuerfrei nach § 4 Nr. 12 UStG; die Option zur Steuerpflicht (§ 9 UStG) sichert den Vorsteuerabzug aus dem Bau.

Pächterrisiko: In Bayern ging die Zahl der Steuerpflichtigen im Gastgewerbe von 2017 bis 2023 um 9 % zurück, die der selbstständigen Wirte um 25 %. DEHOGA-Umfrage 09/2025: knapp 40 % der Betriebe erwarten Verlust, Personalkosten seit 2022 +34 %, Mindestlohn 2026 +8,4 %. Rechnung im Modell daher nur mit ca. 55.000 € Pacht pro Jahr.

16. Genehmigungen und Steuern

ThemaRegel
BaugenehmigungSonderbau (über 1.600 m² Geschossfläche, Räume über 100 Personen, Versammlungsstätte): volles Verfahren mit Brandschutzprüfung.
BauplanungsrechtAnlagen für sportliche Zwecke sind im Gewerbegebiet allgemein zulässig (§ 8 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO), im Industriegebiet nur ausnahmsweise (§ 9 Abs. 3 Nr. 2). Eventbetrieb als Schwerpunkt wäre Vergnügungsstätte (im GE nur ausnahmsweise). Ein konkreter Bebauungsplan kann Sport ausschließen, siehe Abschnitt 3.
BImSchGNH3-Kälteanlage ab 3 t Füllmenge vereinfachtes Genehmigungsverfahren; mit indirektem System (0,1–0,5 t) nicht nötig. Störfallverordnung erst ab 50 t.
BetriebssicherheitDIN EN 378, BetrSichV (Prüfung durch zugelassene Überwachungsstelle), Druckgeräterichtlinie, AwSV für Sole.
F-GaseAb 1.1.2027 nur Kältemittel mit GWP unter 750 in neuen Anlagen über 12 kW.
VersammlungsstätteVStättV Bayern ab über 200 Besuchern: Rettungswege max. 30 m, 1,20 m Breite je 200 Personen, Brandmeldeanlage ab über 1.000 m² Versammlungsfläche. Bei 500 Plätzen 6 Damen-WC, 4 Herren-WC, 6 Urinale. Die VStättV tritt Ende 2028 außer Kraft, dann gilt eine Neufassung.
StellplätzeSeit 01.05.2026 nur Pflicht, wenn die Gemeinde eine Stellplatzsatzung hat (Art. 47 BayBO). Richtzahlen GaStellV: Sporthalle 1 je 50 m² Hallenfläche + 1 je 15 Besucherplätze; Gaststätte 1 je 10 m². Für 4.000 m² und 500 Plätze plus Gastronomie rund 80 + 33 + 25 = ca. 140 Stellplätze nach Richtzahl; für Spieltage und Publikumslauf eher 200 einplanen.
UmsatzsteuerEismiete stundenweise 19 % (Abschn. 4.12.11 UStAE); Eintritt 19 %; Speisen 7 %, Getränke 19 %; Raumpacht steuerfrei mit Option.
Gewerbesteuer-HebesätzeDingolfing 300 %, Deggendorf 350 %, Ø Lkr. Dingolfing-Landau 330,8 %, Ø Lkr. Deggendorf 342,5 % (2025); Straubing, Passau 400 %, Landshut 420 %.
GrundsteuerBayerisches Flächenmodell: 0,04 €/m² Boden + 0,50 €/m² Gebäudefläche × Hebesatz; Ø Grundsteuer B Lkr. Dingolfing-Landau 220 %, Lkr. Deggendorf 263 %.
GrunderwerbsteuerBayern 3,5 %.

17. Zeitplan

PhaseDauerInhalt
0. Vorprüfung3 MonateAbsichtserklärungen der Ankernutzer, Gespräch mit Gemeinde und Landratsamt, BEV-Anfrage zur Flächenbreite, Bankgespräch, Kälte-Klima-Antrag bis 31.12.2026
1. Grundstück und Planungsrecht6–12 MonateKaufoption oder Erbbaurecht, Baugrundgutachten, Bebauungsplan bzw. Sondergebiet
2. Planung und Genehmigung9–12 MonateLeistungsphasen 1–4, Brandschutz, Schallgutachten, Kälteplanung, Finanzierungszusage
3. Ausschreibung und Bau13–19 MonateBurgau 13, Kaufbeuren 18, Regensburg-Anbau 18 Monate
4. Inbetriebnahme2 MonateEisaufbau, Probebetrieb, Personal, Pächter
Gesamtca. 2,5–3,5 Jahrefrühestens Eröffnung zur Saison 2029/30

18. Risiken und Gründe zum Scheitern

Kernbefund der Recherche: Es fand sich kein einziges dokumentiertes Beispiel einer privaten, voll fremdfinanzierten Eishalle ohne öffentliche Beteiligung, die dauerhaft wirtschaftlich läuft. Stabile Hallen haben einen öffentlichen Eigentümer (Privater nur als Pächter), einen Ankerverein als Eigentümer oder einen finanzstarken Konzern oder Mäzen dahinter.

Die zehn wahrscheinlichsten Gründe zum Scheitern

  1. Kapitaldienst größer als Umsatz: 1,34 Mio. € pro Jahr Annuität gegen realistisch 0,5–0,65 Mio. € Deckungsbeitrag aus Eis plus 0,15 Mio. € Nebenerlöse.
  2. Keine Bank finanziert 100 %: Spezialimmobilie, Restnutzungsdauer nach BelWertV höchstens 30 Jahre, Kapitalisierungszins mit Freizeitzuschlag; ohne Eigenkapital oder öffentliche Garantie keine Zusage (Saastal: Gläubiger verlangten 200.000 CHF/Jahr Defizitgarantie).
  3. Subventionierte Konkurrenz: Dingolfing nimmt 1,50 € Eintritt, Deggendorf 90 €/h von einheimischen Vereinen.
  4. Baukostenüberschreitung: Saastal +33 %, Herne +114 %, Unna 8,25 → 12,5 Mio. €, Villach Baukostenindex über 40 % gestiegen.
  5. Energiepreise: In Radenthein machte Strom 65 % der Betriebskosten aus, 2023 verdreifachte sich der Preis, die Halle schloss.
  6. Ankermieter springt ab oder zahlt nicht: Bad Kissingen: Streit mit dem Verein, Vereinsinsolvenz, Halle steht seit Jahren still.
  7. Genehmigung oder Lärm: Löhne (Landschaftsschutz, nicht genehmigungsfähig), Aarau (Schließung um 16:30 Uhr durch Anwohner), Unna (nur 10 Fremdveranstaltungen pro Jahr).
  8. Technischer Ausfall mitten in der Saison: Wien EisStadthalle seit 03/2026 geschlossen (alte NH3-Anlage), Mainz 2023 sofort geschlossen (Wassereintrag in der Decke).
  9. Bauzeitverzögerung: verpasster Saisonstart heißt ein Jahr Erlösausfall bei vollem Kapitaldienst.
  10. Kein Wiederverkaufswert: Bad Kissingen 2017 für 231.500 € verkauft; Frohnleiten und Herne zeigen, dass nur Umnutzung (Padel, Paintball) bleibt.

Risikomatrix

hoch mittel niedrig W = Wahrscheinlichkeit, A = Auswirkung

BereichRisikoWAGegenmaßnahme
Finanzierung100 % Fremdfinanzierung wird nicht zugesagthochhochEigenkapital/Mezzanine 20–30 %, Bürgschaften, kommunale Garantie
FinanzierungZins höher als 4,7 % (KfW Klasse C–F: 5,6–7,4 %)hochhochBonität verbessern, Zinsbindung über volle Laufzeit, Sensitivität 6,5 % rechnen
FinanzierungAnschlusszins nach 10 Jahren Zinsbindungmittelhochlange Zinsbindung, Zinscap oder Swap
FinanzierungVorsteuer-Zwischenfinanzierung (ca. 3,3 Mio. € USt auf Baukosten)mittelmittelKontokorrentlinie, monatliche Voranmeldung
FinanzierungFörderrückforderung bei Zweckbindung (z. B. Schul- oder Vereinssport)mittelhochZweckbindungsfristen mit Exit-Plan abstimmen
MarktSubventionierte kommunale Hallen unterbieten jeden PreishochhochNische: Sommereis, gute Abendslots, Camps, Firmen-Eisstock, Gastronomie
MarktAbhängigkeit von Ankermieternhochhochmehrjährige Verträge mit Mindestabnahme, viele Nutzer, Vorauskasse
MarktZahlungsausfall von Vereinenmittelmittelmonatliche Vorauskasse, Bürgschaft Förderverein
MarktSchwache Sommer- und TagesnachfragehochhochCamps mit Profiteams (Bad Tölz ausgebucht), Schulverträge, Sommer-Umnutzung (Padel) oder Abtauen
MarktRückgang Hobby-Eishockey (Kreisliga Straubing nur noch 5 Teams)mittelmittelEisstock, Eiskunstlauf, Kurse, Events als zweite Säule
MarktNeue zweite Eisfläche in Straubing oder Ausbau DingolfingniedrighochGespräch mit den Städten, Kooperation statt Konkurrenz
EnergieStrompreis steigt (2022/23 Verdreifachung)mittelhochPV, Festpreisvertrag 3–5 Jahre, Wärmerückgewinnung, LED, Lastmanagement
EnergieEnergiebedarf Ganzjahresbetrieb unterschätzt (Sommer-Kältelast, Entfeuchtung)mittelhochEnergiegutachten mit Messdaten vergleichbarer Hallen
EnergieKeine Stromsteuerentlastung (kein Produzierendes Gewerbe)sichermittelbereits eingerechnet
EnergieCO2-Preis ab 2027/2028 frei (ETS2)hochgeringkeine fossile Wärme, Abwärme und Wärmepumpe
BauKostenüberschreitung 15–40 %hochhochGeneralunternehmer-Festpreis, 10–15 % Reserve, Planung vor Vergabe abschließen
BauBauzeitverzögerung, Saisonstart verpasstmittelhochEröffnung mit Puffer, Vertragsstrafen, Bereitstellungszinsen einplanen
BauBaugrund, Grundwasser, Hochwasser (Isar/Donau)mittelhochBodengutachten vor Kauf, Standort außerhalb HQextrem, Technik hochwassersicher
GenehmigungBebauungsplan lässt Sport oder Höhe nicht zu (Wallersdorf: 12 m)mittelhochBauvoranfrage vor Kauf, Kaufvertrag mit Rücktrittsrecht
GenehmigungLärm: Rückkühler nachts, Abfahrten nach 22 Uhr, TerrassemittelhochSchallgutachten, Abstand zu Wohnen, Betriebszeiten mitgenehmigen
GenehmigungSpielbetrieb: NHL-Breite unter IIHF-Minimummittelmittel26 m Breite bauen oder BEV-Zusage einholen
TechnikAusfall Kälteanlage in der SaisonmittelhochVerdichter n+1, Fernüberwachung, Wartungsvertrag mit 24/7-Reaktion, Maschinenbruch- und BU-Versicherung
TechnikAmmoniak-Leck (Fernie 2017: 3 Tote; Feldkirch, Höchstadt, Passau)niedrigsehr hochindirektes System mit Kleinstfüllmenge oder CO2, Gaswarnanlage, Notlüftung, Schulung
TechnikFrosthebung unter Dauereismittelsehr hochbeheizter Unterfrierschutz, Temperaturmonitoring
TechnikNebel, Kondensat, Korrosion, Feuchte im TragwerkhochhochSorptionsentfeuchtung, niedrig emittierende Decke, regelmäßige Bauwerksprüfung (VDI 6200)
TechnikDach unter Schneelast (Bad Reichenhall 2006: 15 Tote; Wabern 2025: Kleberrisse nach 4 Jahren)niedrigkatastrophalTragwerk mit Prüfkonzept, Schneelastmessung, keine ungeprüften Klebeträger
TechnikAusfall der einzigen Eismaschinemittelmittelgebrauchte Zweitmaschine (ca. 17.000 €)
RechtF-Gase-Verordnung (GWP unter 750 ab 2027, HFKW 2050 null)sicherhochnur NH3 oder CO2
RechtVStättV Bayern tritt Ende 2028 außer Kraft, Neufassung offenmittelmittelPlanung an neuester Fassung ausrichten, Brandschutzplaner früh
SteuernUmsatzsteuer: Aufteilung Grundstück / Betriebsvorrichtung, Vorsteuerkorrektur bei NutzungswechselmittelmittelSteuerberater, Option nach § 9 UStG, Struktur KG/GmbH
PersonalEismeister- und Kältetechnik-Mangelmittelhocheigene Ausbildung, Haustechnik und Eismeisterei kombinieren, externer Störungsdienst
HaftungUnfälle (Stürze, Puck, Bande)mittelmittelBetreiberhaftpflicht, Verkehrssicherungskonzept, Haftung in der Betriebs-GmbH
GastronomieKein Pächter oder Pächterinsolvenz (DEHOGA 2025: knapp 40 % erwarten Verlust)hochmittelKüche im Eigentum, Mindestpacht, Kaution, Brauereipartner, Kiosk als Notbetrieb
ExternPandemie, Betriebsverbot (2020/21)niedrigsehr hochLiquiditätsreserve 6 Monate, Tilgungsaussetzung vereinbaren
ExitKeine Drittverwendung, Beleihungswert niedrighochsehr hochHalle für Padel, Tennis, Messe oder Logistik nutzbar planen (lichte Höhe ≥ 8 m, Eisplatte rückbaubar)

Fallbeispiele

HalleWas passiert ist
Herne, Gysenberg (privat)Investor Ibaco geriet in Finanznot, Stadt kaufte; erneute Privatisierung ohne Erfolg; Insolvenz ca. 2010; stabil erst mit Verein als Mitgesellschafter (60 % des Umsatzes vom Verein). Baukosten 3,5 → 7,5 Mio. DM.
Bad Kissingen (privat seit 2017)Streit mit dem Verein, Vereinsinsolvenz, Halle steht still; Landratsamt ließ Ammoniak entsorgen, Vollstreckung läuft.
Wabern, Wintersport Center (privat)Dezember 2025 von der Bauaufsicht gesperrt (Kleberrisse an Dachträger), Spendenaufruf 100.000 €.
Löhne (privat, geplant)Umbau einer Reithalle nicht genehmigungsfähig (Landschaftsschutz), Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen.
Saastal (Verein, CH)Budget 10,5 → 14 Mio. CHF, Gläubiger verlangten Defizitgarantie, Gemeinden lehnten am 05.07.2026 ab: Bauruine droht.
Frohnleiten (AT)Eishalle unwirtschaftlich, Umbau zur Padel-, Pickleball- und Badmintonhalle (2026).
Regen (kommunal, Niederbayern)Defizit 110.000–256.000 €/Jahr, 2014 Schließung beschlossen, gerettet durch gGmbH des Landkreises.
Unna, Dinslaken, MöhneseeZuschussbedarf 1,4–1,5 Mio. €, ca. 1,25 Mio. €, ca. 250.000 € pro Jahr.
Radenthein (AT)Strom 65 % der Betriebskosten, Schließung nach Preisschock; Neustart 2026 mit privater Familie, Gemeinde bezahlt Schul- und Publikumszeiten.

Was funktioniert

  • Privater Betreiber als Pächter einer kommunalen Halle, Kommune bleibt Eigentümerin und zahlt Anlaufzuschuss (Brodde in Bergkamen und Gelsenkirchen, ab 2026).
  • Gemeinde bezahlt feste Schul-, Kindergarten- und Publikumszeiten (Radenthein, Regen).
  • Verein als Mitgesellschafter (Herne).
  • Sommer-Camps: Helmut-de-Raaf-Camp Bad Tölz alle 3 Wochen früh ausgebucht, SAP Garden, EC Lauterbach.
  • Traglufthalle als günstige Einstiegslösung (Frohnleiten, 2.500 m²).

19. Nächste Schritte

  1. Bis 31.12.2026: Prüfen, ob ein Antrag nach der Kälte-Klima-Richtlinie schon vor Grundstückskauf möglich und sinnvoll ist (bis 200.000 €).
  2. BEV schriftlich anfragen, ob eine Fläche mit 25,91 m Breite für den Spielbetrieb zugelassen wird, sonst 26 m planen.
  3. Ankernutzer gewinnen: Eisstockkreise E101, E105, E106, E108, EV Dingolfing, Hobbyteams, Schulämter Dingolfing-Landau und Deggendorf. Ziel: unterschriebene Absichtserklärungen über mindestens 30–40 Stunden pro Woche.
  4. Gemeinde als Partner suchen: Erbbaurecht, Mietvertrag für Schul- und Vereinseis nach Benrather Modell, kommunale Bürgschaft. Ohne diesen Baustein trägt sich die Halle nach der Rechnung oben nicht.
  5. Bankgespräch mit Hausbank und LfA-Förderberatung (089 2124-1000) über Eigenkapitalanforderung, Preisklasse und Sicherheiten.
  6. Grundstück nur mit Kaufoption bzw. Rücktrittsrecht für den Fall fehlender Baugenehmigung oder Finanzierung sichern.
  7. Angebote einholen: Kälteanlage (NH3 indirekt und CO2 im Vergleich), Bande, Eismaschine (AST Füssen, Engo, WM, ICEBEAR), Gesamtausstattung (Ice Business Regensburg), Industriemakler für Versicherungen.
  8. Pächter- und Brauereigespräche mit 2–3 regionalen Brauereien.
  9. Steuerberater: Struktur KG/GmbH, Umsatzsteueroptionen, Vorsteuer-Zwischenfinanzierung.

20. Quellen

Abgerufen am 21.10.2026. Was ausdrücklich als Annahme oder eigene Rechnung markiert ist, hat keine Quelle.

Eisbearbeitung und Equipment
Baukosten, Technik, Energie, Normen
Markt, Preise, Nachfrage
Gastronomie, Finanzierung, Steuern
Grundstücke und Risiken