1. Ergebnis auf einen Blick
Das liegt nicht an einzelnen Annahmen. Der Kapitaldienst allein (rund 1,34 Mio. € im Jahr) ist größer als der Umsatz, den eine voll ausgelastete Eisfläche zu Marktpreisen erzielt. Alle Hallen in der Region gehören Kommunen, Stadtwerken oder einem Verein und machen jedes Jahr Defizit. Benchmarks: Dinslaken rund 1 Mio. € Betrieb pro Jahr, Straubing laut SPD „deutlich mehr als 850.000 €“ Defizit, Aalen rund 450.000 € Betrieb.
Was eine verkaufte Stunde realistisch trägt: Bei 11 Stunden pro Tag deckt die Eisfläche zusammen mit Pacht und Werbung rund drei Viertel der Betriebskosten. Den Kapitaldienst muss jemand anderes tragen. Das Konzept funktioniert deshalb nur mit mindestens einem dieser Hebel (Rechnung im Abschnitt Break-even):
- Kommune als Ankermieter oder Mietzahler. Vorbild Düsseldorf-Benrath: privater Investor baut, Stadt zahlt 640.000 € Miete pro Jahr über 30 Jahre.
- Förderung über einen gemeinnützigen Verein. Die bayerische Vereinssportstättenförderung (SportFöR) zahlt 25–40 % Zuschuss. Für ein privates, kommerzielles Projekt ist sie ausgeschlossen.
- Investition drastisch senken. Erbbaurecht statt Kauf, Leichtbau- oder Traglufthalle, Bestandshalle umbauen, gebrauchte Eismaschine.
- Zweite Erlösquelle mit hoher Marge: Sommereis für Camps, Events, Eisstock für Firmen, Werbung und Namensrechte.
- Die NHL-Fläche (25,91 m breit) ist 9 cm schmaler als das IIHF-Minimum von 26 m. Der BEV spielt nach IIHF-Regeln. Ohne schriftliche Zusage des BEV ist Ligaspielbetrieb fraglich. Empfehlung: 60,96 × 26 m planen (die Kosten ändern sich dadurch praktisch nicht).
- Die einzige Förderung, die auch ein privater Betreiber bekommt (Kälte-Klima-Richtlinie, bis 200.000 €), nimmt nur noch bis 31.12.2026 Anträge an.
- Der Zins von 4,7 % ist nur mit bester Bonität erreichbar. KfW ERP-Förderkredit KMU (20 Jahre, 10 Jahre Zinsbindung) ab 09.10.2026: 4,87 % in Preisklasse A, 6,07 % in D, 7,37 % in F. Eine Projektgesellschaft ohne Historie landet eher bei 5,5–7,4 %.
2. Ausgangslage
Die „GP Arena“ in Straubing
Die GAMEPITCH Eisarena (GP Eisarena) liegt in der Landshuter Straße 45b in Straubing, in einer alten Industriehalle. Sie ist kein Stadion, sondern ein Kleinfeld von etwa 17 × 24 m (ca. 400 m²). Ein TV-Beitrag von 2021 nennt 25 × 19 m. Es gibt „Ganzjahreseis“, Umkleiden und WCs.
- Gebaut hat sie der Unternehmer Thomas Groß, Eis gibt es seit 10.05.2021. Im ersten Sommer schmolz das Eis wegen der Hitze, die Halle war vier Tage für Dämmarbeiten geschlossen. Eine Stunde Eis kostete damals etwa 100 €. Der Betreiber sagte selbst, Gewinn werde er damit „nicht wirklich erzielen können“ (Niederbayern TV, 18.06.2021).
- Seit 01.03.2022 betreibt die BM Event GmbH (Ferdinand Büchl, Patrick Murray) die Halle. Laut North Data ist Murray seit 23.12.2025 nicht mehr Geschäftsführer.
- Eine Schließung ist in keiner öffentlichen Quelle zu finden (Website, idowa, BR24, Stadt Straubing). Der Geschäftsführerwechsel ist der einzige Hinweis auf eine Veränderung.
- Für die Behauptung „Eistechnik 120.000 €“ gibt es keine Quelle. Der Betrag wäre für 400 m² in einer Bestandshalle plausibel. Auf eine NHL-Fläche (1.517 m², rund das Vierfache) mit Neubau lässt er sich nicht übertragen. Eine Kälteanlage für eine volle Eisfläche kostet 1,0–1,8 Mio. €, die Eispiste weitere 0,45–0,8 Mio. €.
- Gebrauchtes Equipment aus Straubing: Die Kälteanlage ist für eine NHL-Fläche viel zu klein. Interessant wären höchstens Bande, Tore, Kleingeräte oder eine kompakte Eismaschine. Kontakt: bm@gp-straubing.de.
Lücke im Markt
- An der A92 zwischen Landshut und Deggendorf gibt es nur die Marco-Sturm-Eishalle in Dingolfing (eine Fläche, stark belegt) und in Landau 6 Wochen Freiluftbahn. In Plattling wurde keine Eisfläche gefunden.
- Sommereis gibt es in der Region nur in Landshut (Halle 1 ab Ende Juli) und Regensburg.
- Der Bayerische Eissport-Verband (BEV) spricht im Whitepaper „Zukunft braucht Eis“ (11/2025) von rund 90 Hallen in Bayern, vielen über 30 Jahre alt, und rund 1.500 Vereinen mit über 114.000 Mitgliedern, die Eiszeiten brauchen.
- Deggendorf: rund 29 Eisstockvereine teilen sich 14 Bahnen an nur zwei Abenden, meist zwei Vereine pro Bahn.
- Dingolfing: 8 Hobbyteams teilen sich 9,2 h pro Woche, also gut 1 h pro Team, meist spätabends.
3. Standort und Grundstück
Flächenbedarf: Halle ca. 72 × 42 m (rund 3.000 m²) plus Funktionstrakt und Gastronomie (rund 1.300 m² Grundfläche), Parkplatz für 150–250 Stellplätze (4.500–6.000 m²), Zufahrten, Lieferhof, Rückkühler mit Abstand zur Nachbarschaft. Ziel: 12.000–18.000 m², Planungsansatz 15.000 m².
Kandidaten (geprüft am 21.10.2026)
| # | Ort, Gebiet | Größe | Preis | Weg zur A92 | Status |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Wallersdorf, GE „Nordost an der St2074“ (Grund gehört dem Markt Wallersdorf) | Gebiet 65.187 m², Parzellen werden nach Wunsch geschnitten | 125 €/m² + Herstellungsbeiträge Wasser/Kanal; Bodenrichtwert 135 €/m² | ca. 0,7 km Luftlinie zur Anschlussstelle Wallersdorf-Nord | „derzeit werden freie Grundstücke veräußert“, voll erschlossen, 4 Jahre Bauzwang; Restfläche nicht veröffentlicht |
| 2 | Wallersdorf, Gewerbegrundstück an der A92 (Makler Realogis, Ref. 1053579) | ca. 10.000 m², teilbar | auf Anfrage, provisionspflichtig; Bodenrichtwerte in der Nähe 120–150 €/m² | ca. 2,5 km | sofort verfügbar, voll erschlossen; für 150+ Stellplätze knapp |
| 3 | Aholming (Lkr. Deggendorf), GE „An der Ochsenweide“ (Gemeindegrund) | 36.936 m² frei von 55.974 m² | nicht veröffentlicht | 6,6 km zur Anschlussstelle Plattling-West, nahe Kreuz A3/A92 | voll erschlossen, sofort bebaubar, GRZ 0,8, Gewerbesteuer 330 % |
| 4 | Landau a.d. Isar, Erweiterung GE „Landau Nordwest“ | 4,1 ha in Planung (1. Abschnitt mit 1,3 ha ausverkauft) | nicht veröffentlicht; Bodenrichtwert 100–150 €/m² | 1,1 km zur A92, 300 m zur B20 | noch nicht verfügbar; Chance auf ein passendes Sondergebiet |
| 5 | Landau, GE/GI „Landau Nord“ und „Landauer Wiesen“ | nur vereinzelte private Flächen; Angebot 5.914 m² für 1,35 Mio. € (228 €/m²) | Bodenrichtwert 110 €/m² | 3,2–3,8 km | zu klein |
| 6 | Osterhofen, Donau-Gewerbepark | 29.000–47.000 m² (Angaben widersprechen sich) | nicht veröffentlicht | ca. 7 km zur A3 | voll erschlossen, hochwasserangepasstes Bauen Pflicht |
| 7 | Hafen Straubing-Sand (IMMO-KAI) | Freiflächen 13.800 / 14.000 / 16.700 m² | nicht veröffentlicht; Bodenrichtwert 90–245 €/m² | A3/B20, nicht A92 | Industriegebiet: Sport nur ausnahmsweise zulässig |
| 8 | Straubing/Bogen, an der A3 (Makler Seubert) | 28.586 m² | auf Anfrage, provisionsfrei | nur A3 | Exposé nicht abrufbar |
| 9 | Steinach-Rotham (Lkr. Straubing-Bogen) | 26.691 m² | auf Anfrage, provisionsfrei | weit | abseits |
| 10 | Mengkofen (Anschlussstelle Dingolfing-Mitte) | teilbare Gewerbeflächen, Größe nicht genannt | Bodenrichtwert 60–80 €/m² | nicht genannt | Anfrage bei W. Jobst, 08733 9388-140 |
Keine freien Flächen laut Gemeinde: Moosthenning, Adlkofen; Essenbach erst in Erschließung. Plattling, Deggendorf, Dingolfing, Mamming, Pilsting, Wörth, Niederaichbach, Ergolding und Landshut nennen online keine freien Flächen, dort direkt anfragen. ImmoScout24 und das Standortportal SISBY waren am Recherchetag nicht abrufbar.
Bodenrichtwerte Gewerbe (Stichtag 01.01.2026)
| Gemeinde | €/m² |
|---|---|
| Wallersdorf (GE Nordost / Gewerbepark Nord GI / zwischen Bahn und A92) | 135 / 150 / 120 |
| Landau a.d. Isar | 110–150 |
| Pilsting | 100–145 |
| Dingolfing | 140–250 |
| Gottfrieding, Loiching | 100–140 |
| Mamming, Moosthenning | 80–120 |
| Mengkofen | 60–80 |
| Wörth / Essenbach / Niederaichbach / Ergolding | 220 / 180–210 / 150–200 / 320–350 |
| Stadt Landshut | 350–400 |
| Stadt Straubing | 90–245 |
| Lkr. Deggendorf (Plattling, Aholming, Deggendorf) | gebührenpflichtig |
Tatsächliche Kaufpreise Gewerbe: Lkr. Landshut 2025 74–220 €/m² (Median 80 €/m², nur 6 Fälle), Stadt Landshut 2025 Ø 360 €/m². Faustwert im A92-Korridor Dingolfing–Plattling: 80–150 €/m² für Gemeindeland, private Flächen bis rund 230 €/m².
Erwerbskosten (Beispiel Wallersdorf, 15.000 m²)
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Kaufpreis 15.000 m² × 125 € | 1.875.000 € |
| Grunderwerbsteuer Bayern 3,5 % | 65.625 € |
| Notar und Grundbuch ca. 1,5–2 % | 28.000–37.500 € |
| Herstellungsbeiträge Wasser (0,60 €/m² Grund + 3,15 €/m² Geschossfläche) und Kanal (1,25 + 12,03 €/m²), bei 5.000 m² Geschossfläche | ca. 105.000 € |
| Summe | ca. 2,08 Mio. € |
Planungsrecht
- Gewerbegebiet (§ 8 BauNVO): Anlagen für sportliche Zwecke sind allgemein zulässig. Gastronomie als Nebennutzung ist unproblematisch; Disco- und Partybetrieb als Schwerpunkt wäre Vergnügungsstätte und nur ausnahmsweise zulässig.
- Industriegebiet (§ 9 BauNVO): Sport nur ausnahmsweise.
- Sondergebiet „Sport/Freizeit“ (§ 11 BauNVO): der sicherste Weg, wenn die Gemeinde mitzieht (z. B. Landau Nordwest).
- Bebauungsplan Wallersdorf Nordost: erlaubt „Gewerbebetriebe aller Art, Lagerhäuser, Lagerplätze“, schließt Vergnügungsstätten aus. Ob eine Sporthalle darunter fällt, ist auslegungsbedürftig. Gesamthöhe höchstens 12,00 m: für eine Halle mit 8–10 m lichter Höhe und Tragwerk knapp. Lärmkontingente 57–59 dB(A)/m² tags, 42–44 nachts; Bahnlärm an der Südgrenze bis ca. 70 dB(A). Klärung über Bauvoranfrage oder Befreiung nach § 31 Abs. 2 BauGB.
- Lärm: Die 18. BImSchV zählt Parkplatz und An- und Abfahrt zur Sportanlage. Richtwerte GE 65 dB(A) tags, 60 in Ruhezeiten, 50 nachts; Mischgebiet 60/55/45; Wohngebiet 55/50/40. Wohnbebauung in der Nähe entscheidet über den Standort.
- Hochwasser: 2013 brach bei Deggendorf (Fischerdorf) der Isardamm, die A92 Deggendorf–Plattling war gesperrt. Standort außerhalb HQextrem wählen (UmweltAtlas Bayern), Technik nicht im Keller.
Empfehlung
- Wallersdorf, GE Nordost (Kandidat 1): einziger Kandidat mit veröffentlichtem Preis, Gemeindeland, frei teilbar, 0,7 km zur A92, mittig zwischen Dingolfing, Landau, Plattling und Deggendorf. Risiken: Höhe 12 m, Zulässigkeit, Nachfrage durch andere Interessenten (laut Begründung 11 Interessenten für ca. 60.000 m²). Ansprechpartner Markt Wallersdorf, Herr Sommersberger, 09933 95100.
- Aholming, GE An der Ochsenweide (Kandidat 3): größte bestätigte freie Fläche, sofort bebaubar. Preis und Hochwasserlage klären. Gemeinde 09938 950512, Wirtschaftsförderung Lkr. Deggendorf A. Ober, 0991 3100-171.
- Landau, Erweiterung Nordwest (Kandidat 4): beste Verkehrslage, Chance auf ein zugeschnittenes Sondergebiet und auf Erbbaurecht. 1. Bürgermeister Kohlmayer, 09951 941-100.
4. Anlage und Raumprogramm
Eisfläche
| Maß | NHL | IIHF-Regel 1.2 (2026/27) | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Länge | 60,96 m | 60 m | passt |
| Breite | 25,91 m | 26–30 m | 9 cm zu schmal |
| Eckradius | 8,53 m | 7,0–8,5 m | 3 cm zu groß |
| Eisfläche | ca. 1.517 m² | ca. 1.800 m² bei 60 × 30 m | NHL ist rund 16 % kleiner als die übliche europäische Fläche |
Der DEB-Leitfaden für die Oberliga erlaubt 25–30 m Breite, verlangt aber mindestens 1.000 Zuschauerplätze. Für Bayernliga, Landesliga und Bezirksliga gelten die IIHF-Maße. Empfehlung: Fläche mit 60,96 × 26,00 m und 8,5 m Eckradius bauen. Das ist spielerisch NHL-Feeling und regelkonform.
Raumprogramm
| Bereich | BGF | Inhalt |
|---|---|---|
| Halle | ca. 3.000–3.100 m² | Eis 1.517 m², Umgang, Tribüne mit 300–500 Plätzen, Außenmaß ca. 72 × 42 m, lichte Höhe ca. 8–10 m |
| Funktionstrakt | ca. 950 m² | 4 Mannschaftskabinen mit Dusche/WC (240 m²), Schiedsrichter (25 m²), Eismaschinengarage mit Schneegrube (80 m²), Technik Kälte/Lüftung/Elektro (200 m²), Foyer, Kasse, Verleih (150 m²), Besucher-WC (60 m²), Lager und Schleifraum (50 m²), Büro und Sanitätsraum (55 m²), Verkehrsflächen |
| Halle gesamt | ca. 4.000 m² | vergleichbar mit Düsseldorf-Benrath (3.850 m²) und Unna (3.960 m²) |
| Gastronomie | ca. 350 m² | 250 m² Gastraum (rund 125–145 Sitzplätze), ca. 100 m² Küche, Lager und Nebenräume, Terrasse, Blick aufs Eis |
| Parkplatz | ca. 4.000–6.000 m² | 150–250 Stellplätze inklusive Gastronomie (siehe Abschnitt 16) |
5. Kälte- und Gebäudetechnik
Kälteanlage
- Leistung: Für eine Fläche von 60 × 30 m sind 300–660 kW belegt (Nordhorn 2 × 300 kW NH3, Amberg 157–661 kW, Eppelheim 312 kW). Für die NHL-Fläche im Ganzjahresbetrieb sind ca. 400–500 kW realistisch.
- Kältemittel: Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 lässt für ortsfeste Kühler über 12 kW ab 1.1.2027 nur Kältemittel mit GWP unter 750 zu. Zukunftssicher sind nur NH3 (Ammoniak) oder CO2. Beide sind Voraussetzung für die Kälte-Klima-Förderung.
- Empfehlung: indirektes NH3-System mit Sole (z. B. Glykol oder Kaliumformiat). Füllmenge etwa 0,1–0,5 t NH3, also keine BImSchG-Genehmigung (Grenze 3 t, 4. BImSchV Nr. 10.25). Direktverdampfung braucht rund 2,9 t und liegt knapp an der Grenze. Alternative: CO2 transkritisch (Aarhus: −50 % Kältestrom, Pirkkala: 500 → 351 MWh/a). Belastbare Investitionsvergleiche CO2 zu NH3 waren nicht zu finden.
- Nordhorn-Vergleich (ca. 500 kW): direkt 308 MWh/a Kältestrom, 2.900 kg NH3, Wartung 24.000 €/a; indirekt 475 MWh/a, 1.400 kg NH3 + 17 t Glykol, Wartung 18.000 €/a.
- Kosten: Berlin (NH3, 4 Verdichter, Kühlturm, Steuerung, 2025) 1,3 Mio. €; Benrath (Eistechnik inkl. Piste) ca. 1,7 Mio. € brutto. Ansatz: 1,0 / 1,3 / 1,8 Mio. € (min / realistisch / max).
- Abwärme: Nordhorn nennt 120 kW Hochtemperatur und 600 kW Niedertemperatur. Damit lassen sich Duschwasser, Heizung, Unterfrierschutz und Schneegrube versorgen. Peißenberg: Abwärme plus 2 Wärmepumpen für 976.000 € senkten die Energiekosten von 157.000 auf 107.000 €/a.
Eispiste
Stahlrohre in Vakuumbeton oder Kunststoffrohre in Sandbett, darunter Dämmung und ein beheizter Unterfrierschutz (gegen Frosthebung). Das Fachbüro in der Nordhorn-Studie rät von EPDM-Matten ab. Unna setzt 500.000 € an. Ansatz: 0,45 / 0,6 / 0,8 Mio. €.
Bande
Wetzikon (CH) zahlte 2021/22 CHF 240.000–250.000 für eine flexible Bande von Engo mit ESG-Glas, das günstigste von 4 zertifizierten Systemen. Bandenhöhe ideal 1,07 m, Glas hinter dem Tor 2,4 m, an den Seiten 1,8 m (IIHF). Ansatz mit Netzen und Spielerbänken: 0,25–0,4 Mio. €.
Lüftung, Entfeuchtung, Licht, PV
- Entfeuchtung ist für eine Ganzjahreshalle Pflicht, sonst gibt es Nebel, Tropfwasser und Deckenkondensat (Passau hat genau dieses Problem). Linz vergab 2025 die Lüftung für 655.222 €. Ansatz 0,4–0,7 Mio. €.
- LED-Licht: EN 12193 Eishockey in der Halle Klasse I 750 lx, II 500 lx, III 300 lx. Dresden (2026, 750 lx) ca. 120.000 € und bis zu 110.000 kWh Einsparung pro Jahr.
- PV: ca. 250 kWp auf dem Dach, 900–1.600 €/kWp (Fraunhofer ISE), Stromgestehungskosten 5,7–8,8 ct/kWh. Spart grob 40.000–50.000 € pro Jahr, weil die Halle tagsüber viel Strom braucht. Schneelast und Statik früh einplanen.
- Hallenhülle: Holzleimbinder (Landshut, Geretsried: WIEHAG), Stahl oder Membran. Eine Traglufthalle kostete in Unna 740.000 €, ist aber im Ganzjahresbetrieb energetisch schwach.
Energiebedarf
| Referenz | Verbrauch |
|---|---|
| Schweden, 341 Hallen | Ø 1.137 MWh/a, Spanne 600–2.000, Best Practice unter 500 MWh |
| Anteile | Kälte 43 %, Heizung 26 %, Licht 10 %, Lüftung 9 % |
| Moers (Saison Sep–Mär) | Strom 760–785 MWh, Wärme 861–1.099 MWh |
| Bayreuth | ca. 650 MWh Strom + 230 MWh Wärme |
| Ganzjahresbetrieb | ca. +10 MWh je zusätzlicher Woche, also etwa +200 MWh bei 50 statt 30 Wochen |
| Ansatz für das Projekt | 0,8–1,2 GWh Strom pro Jahr, Wärme überwiegend aus Abwärme |
Strompreis 2026 für kleine Industrie (Mittelspannung) laut BDEW 17,2 ct/kWh mit reduzierter Stromsteuer. Eine Eishalle bekommt die Stromsteuerentlastung nicht (nur Produzierendes Gewerbe, § 9b StromStG), also rund 19,2 ct/kWh netto. Das ergibt 155.000–230.000 € Strom pro Jahr vor PV.
6. Eisbearbeitungsmaschine
Für 1.517 m² passen Maschinen mit Herstellerangabe um 1.800 m². In einer geschlossenen Halle empfiehlt sich Elektroantrieb: Der Innenraum-Richtwert für NO2 liegt bei nur 80 µg/m³ (Richtwert I, AIR 2026), mit Gas- oder Propanmaschinen ist das nur mit starker Lüftung und CO/NO2-Messung einzuhalten.
Neu
| Modell | Antrieb | Wasser | Schneetank | Fläche |
|---|---|---|---|---|
| Zamboni 552AC | Elektro, Blei 630 Ah oder Li-Ion 210/315 Ah | 738 l + 310 l | 2,83 m³ | 1.800 m² |
| Zamboni 650 | Elektro, Blei 630 Ah, Li-Ion optional | 757 l | 3,74 m³ | 1.800 m² |
| Zamboni 526 / 446 | Benzin oder Propan | 727 l / 627 l | 3,54 / 2,66 m³ | 1.800 m² |
| Engo IceWolf CLASSIC Lithio | Elektro, Allrad, Li-Ion 80 V / 240 Ah | 1.000 l | 3,0 m³ | 1.800 m² |
| WM Mammoth | Elektro, 31 kW, LiFePO4 optional | 1.000 l | 3,0 m³ | 2.600 m² |
| Olympia Millennium E | Elektro, 80 V / 770 Ah Blei | 960 l + 205 l | 2,91 m³ | k. A. |
Neupreise: In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen aktuelle Beschaffungen bei 200.000–230.000 € netto (Crimmitschau 06/2026: 230.000 € Schätzwert; Berlin-Neukölln 08/2026: 200.000 €; Winterthur 11/2025: CHF 199.541). In Nordamerika sind dieselben Maschinen deutlich günstiger (Engo Ice Wolf ca. 115.000 €, Zamboni 552AC ca. 148.000 €). Freising schreibt gerade aus: Li-Batterie mindestens 80 V / 460 Ah, mindestens 1.800 m², Schneetank mindestens 3,0 m³, höchstens 5.200 kg.
Gebraucht (Angebote am 21.10.2026)
| Modell | Baujahr | Stunden | Antrieb | Preis netto | Verkäufer |
|---|---|---|---|---|---|
| Engo 200 SX | 2011 | ca. 6.400 | Elektro, Batterien 2024 neu | 17.900 € | AW Handels, Apfeltrach |
| Engo 230 LX mit Kantenfräse | 2007 | ca. 5.500 | Elektro, Batterie 2018 | 16.900 € | AW Handels, Apfeltrach |
| Engo 230 LX mit Kantenfräse | 2003 | 7.300 | Elektro | 13.900 € | AW Handels, Apfeltrach |
| Dupon Euroglass / OKAY 3500 Elektra | 2012 | k. A. | Elektro 80 V | 18.900 € | Auto Ungar, Wendelstein |
| Dupon OKAY 3000 | 2005 | 3.102 | Gas | 13.900 € | Auto Ungar, Wendelstein |
| Dupon OKAY 3000 | 2000 | 2.156 | Gas | 8.900 € | Auto Ungar, Wendelstein |
| WM Mini/Compact | 2005 | 796 | Diesel | 21.900 € | AW Handels (für 1.517 m² zu klein) |
| Olympia IceBear | 2010 | 6.100 | Elektro, neue Batterien | 32.990 € | Finnland, privat |
| Olympia H3000 | 2008 | 6.000 | Benzin V6 | 31.990 € | Finnland, privat |
Empfehlung:
- Hauptmaschine neu, elektrisch, Li-Ion (Zamboni 552AC, Engo IceWolf Lithio oder WM Mammoth): bei 6–10 Eisbearbeitungen pro Tag ist die Verfügbarkeit entscheidend, Li-Ion lädt zwischen zwei Bearbeitungen nach. Ca. 215.000 € über 12 Jahre, also rund 18.000 € pro Jahr.
- Zweitmaschine gebraucht, elektrisch (z. B. Engo 230 LX 2007 mit Kantenfräse, 16.900 €) als Reserve. Fällt die einzige Maschine aus, steht der Betrieb. Batteriezustand prüfen; ein neuer Bleisatz kostet in der Größenordnung von 10.000–12.000 USD.
- Sparvariante: nur eine gebrauchte Elektromaschine für ca. 17.000–19.000 € und Reserve über einen Leihvertrag mit dem Händler. Spart rund 200.000 € Investition, erhöht aber das Ausfallrisiko.
Händler: Zamboni über AST Eissport- und Solaranlagenbau GmbH, Füssen; Engo direkt (Engo GmbH, Vahrn, Südtirol, +39 0472 546 157); WM technics (Blumau, Südtirol); Olympia über ICEBEAR electric GmbH, Osnabrück; Zubehör und Gebrauchtmaschinen über Ice Business GmbH, Regensburg (+49 941 4644880).
7. Weiteres Equipment
| Position | Produkt | Preis |
|---|---|---|
| Eishockeytore | IIHF, komplett mit Flex Pegs, 2 Stück | ca. 4.765 € |
| Eisfarbe | weiß 10 Säcke + Linienfarben je Eisaufbau | ca. 2.000 € |
| Umkehrosmose | Jet Ice Pro-Ice Mach 4 oder Grünbeck GENO-OSMO HLX (bessere Eisqualität, weniger Energie) | ca. 20.000 € (Selkirk: unter CAD 30.000) |
| Leihschlittschuhe | 300 Paar Kunststoffschale, 63,55–79,79 € je Paar | 19.400–23.900 € |
| Schleifmaschine | Sparx PS300 Commercial bis Prosharp AS 2001 | 2.796–15.161 € |
| Schlittschuhtrockner | 2 × 20 Paar | ca. 4.800 € |
| Lauflernhilfen | 10 Stück „Dolphy“ / „Bobby“ | ca. 2.900–4.500 € |
| Gummiboden | 10 mm, R10, ca. 400 m² für Umgang und Kabinenwege | ca. 11.600 € |
| Kantenfräse | Zamboni EZ III, Engo IceDingo | auf Anfrage |
| Anzeigetafel, Zeitnehmung | Nautronic, Daktronics, Stramatel | auf Anfrage |
| Eisstock | Leihstöcke, LED-Beleuchtung je Stockbahn 250 € | ca. 5.000 € |
| Kasse, Zutritt, Online-Buchung | Drehkreuze, Buchungssystem für Eiszeiten | ca. 40.000–80.000 € (Annahme) |
Preise überwiegend aus dem Shop iceshop24.com (Ice Business, Regensburg), meist brutto.
8. Investitionsplan
Netto, Preisstand 2026. Bei steuerpflichtigen Umsätzen ist die Vorsteuer voll abziehbar (siehe Abschnitt 16), finanziert werden muss sie trotzdem für einige Wochen bis Monate.
| Position | Min | Realistisch | Max | Grundlage |
|---|---|---|---|---|
| Grundstück ca. 15.000 m² | 1,20 | 1,88 | 2,25 | 80 / 125 / 150 €/m²; realistisch = Gemeindepreis Wallersdorf (Abschnitt 3) |
| Erwerbsnebenkosten (3,5 % GrESt, ca. 2 % Notar/Grundbuch) und Herstellungsbeiträge Wasser/Kanal | 0,17 | 0,21 | 0,24 | 5,5 % vom Kaufpreis + ca. 105.000 € Beiträge (Satz Wallersdorf, 5.000 m² Geschossfläche) |
| KG 200 Herrichten, Erschließung | 0,20 | 0,40 | 0,60 | Annahme, je nach Grundstück |
| KG 300 Baukonstruktion (ca. 4.050 m²) | 4,05 | 5,30 | 6,90 | 1.000 / 1.300 / 1.700 €/m² |
| KG 400 Technik gesamt | 3,50 | 4,60 | 6,00 | Benrath KG 400 ca. 3,7 Mio. € netto (2021) |
| davon Kälteanlage ca. 450 kW | 1,00 | 1,30 | 1,80 | Berlin 1,3 Mio. € |
| davon Eispiste | 0,45 | 0,60 | 0,80 | Unna 0,5 Mio. € |
| davon Lüftung, Entfeuchtung | 0,40 | 0,55 | 0,70 | Linz 0,66 Mio. € |
| davon LED-Licht | 0,10 | 0,12 | 0,15 | Dresden 0,12 Mio. € |
| davon PV ca. 250 kWp | 0,23 | 0,30 | 0,40 | Fraunhofer ISE |
| davon Elektro, Sanitär, Heizung, Brandmeldeanlage | 1,30 | 1,70 | 2,15 | Rest, Annahme |
| KG 500 Außenanlagen, Parkplatz | 0,30 | 0,60 | 1,00 | Annahme |
| KG 600 Ausstattung: Bande, Eismaschine neu, Tore, Spinde, Kasse, Schleifen | 0,45 | 0,60 | 0,85 | Wetzikon, Zamboni, iceshop24 |
| KG 700 Planung, Gutachten, Genehmigung | 1,40 | 2,20 | 3,20 | 18 / 22 / 25 % von KG 300+400 |
| Reserve für Unvorhergesehenes | 0,50 | 1,40 | 2,80 | 5 / 10 / 15 %; Sissach +13 %, Saas-Grund +40 % |
| Gastronomie: Ausbau 350 m², Küche, Anteil Planung | 0,95 | 1,35 | 1,80 | 2.000 / 2.600 / 3.200 €/m² + Küche |
| Bauzeitzinsen (4,7 %, ca. 18 Monate, Ø halbe Summe abgerufen) | 0,40 | 0,58 | 0,80 | eigene Rechnung |
| Vorsteuer-Zwischenfinanzierung, Anlaufreserve (Liquidität erste 6 Monate) | 0,20 | 0,35 | 0,50 | Annahme |
| Gesamt zu finanzieren | ca. 13,3 | ca. 19,5 | ca. 26,9 | Mio. € netto |
Beträge in Mio. € netto. Plausibilität der Hallenkosten (realistisch 15,1 Mio. € ohne Gastronomie, Grundstück und Finanzierung): Benrath 12,9 Mio. € netto (2021) plus Baupreissteigerung, Nordhorn 14,6 Mio. € netto (Studie 2022), Rapperswil NHL-Trainingshalle rund CHF 15 Mio., Langnau 2. Halle mit NHL-Feld CHF 22,7 Mio. inkl. MWST. Das Minimum ist nur mit Leichtbau oder Traglufthalle, kleinem Funktionstrakt und gutem Baugrund erreichbar.
9. Finanzierung
Kapitaldienst bei 100 % Fremdfinanzierung
Annuitätendarlehen über 19,5 Mio. € (realistisches Szenario), Zins und Tilgung pro Jahr:
| Zins | 20 Jahre | 25 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|
| 4,7 % (Vorgabe) | 1,53 Mio. € | 1,34 Mio. € | 1,23 Mio. € |
| 5,5 % | 1,63 Mio. € | 1,45 Mio. € | 1,34 Mio. € |
| 6,5 % | 1,77 Mio. € | 1,60 Mio. € | 1,49 Mio. € |
Pro Monat sind das bei 4,7 % und 25 Jahren rund 112.000 €. Allein die Zinsen im ersten Jahr betragen rund 917.000 €. Ein Jahr Zinssteigerung um einen Prozentpunkt kostet etwa 100.000–150.000 € pro Jahr.
Ist 100 % Fremdfinanzierung realistisch?
Realistische Wege zu einer Finanzierung:
- Eigenkapital oder Mezzanine von 20–30 % (3,9–5,9 Mio. €).
- Zusätzliche Sicherheiten: Grundschulden auf anderen Immobilien, persönliche Bürgschaften.
- Kommunale Beteiligung: Grundstück im Erbbaurecht, langfristiger Nutzungsvertrag für Schulsport und Vereinseiszeit, gegebenenfalls kommunale Bürgschaft (beihilferechtlich prüfen).
- Langfristige, unterschriebene Mietverträge mit Vereinen als bankfähiger Cashflow.
Förderprogramme
| Programm | Für wen | Konditionen |
|---|---|---|
| Kälte-Klima-Richtlinie (BAFA, Nationale Klimaschutzinitiative) | privat, Verein, Kommune | Zuschuss bis 200.000 €, nur natürliche Kältemittel, Neubau förderfähig. Anträge nur bis 31.12.2026. |
| KfW ERP-Förderkredit KMU 365/366 | privat (KMU) | Kredit bis 25 Mio. €, bis 100 %, 20 Jahre, 3 Jahre tilgungsfrei, 10 Jahre Zinsbindung; 366: 50 % Haftungsfreistellung erst mit 2 Jahresabschlüssen. Zins 4,87–8,97 %. |
| KfW 295 Energie- und Ressourceneffizienz | privat | Kredit mit Tilgungszuschuss für Kälte, Abwärme, Lüftung; Energieeinsparkonzept nötig. Zins ab 4,41 %. |
| KfW 263 / 299 Effizienzgebäude Nichtwohngebäude | privat | Kredit, 263 ab 3,91 % (30 Jahre) |
| LfA Universalkredit | privat | bis 15 Mio. €, bis 100 %, HaftungPlus 60 % nur bis 4 Mio. € |
| Bürgschaftsbank Bayern | privat | Bürgschaft bis 80 %, aber höchstens 1,25 Mio. € |
| LEADER 2023–2027 | privat, Verein, Kommune | 30–40 %, höchstens 250.000 €, Beschluss der lokalen Aktionsgruppe (u. a. Deggendorf, Straubing-Bogen, Landkreis Landshut) |
| SportFöR Bayern (über BLSV) | nur Vereine | 25 % Zuschuss (mit Zuschlägen bis 40 %) + 10 % Darlehen; ausgeschlossen bei überwiegend kommerzieller Nutzung oder Publikumsbetrieb |
| Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten | nur Kommunen | nur Sanierung, kein Neubau |
| GRW / Bayerisches Regionalförderprogramm | privat praktisch nicht | Sport ausgeschlossen, nur bei überwiegend touristischer Nutzung |
Für einen privaten Betreiber bleiben realistisch 0,2–0,45 Mio. € Zuschuss (Kälte-Klima plus eventuell LEADER), der Rest sind Kredite.
10. Rechtsform
| Gesellschaft | Rechtsform | Eigentum und Aufgaben | Zweck |
|---|---|---|---|
| Objektgesellschaft | GmbH & Co. KG | Grundstück, Halle, Kälteanlage; vermietet die Halle an die Betriebs-GmbH, verpachtet das Restaurant an den Wirt | Hält das Vermögen, ist Kreditnehmerin und Grundschuld-Schuldnerin |
| Betriebsgesellschaft | GmbH (Stammkapital 25.000 €) | Eisbetrieb, Personal, Kasse, Verträge mit Vereinen und Kunden | Trägt die Betriebsrisiken |
- Haftung: Unfälle im Publikumslauf, ein Ammoniak-Vorfall oder eine Betriebsinsolvenz treffen die Betriebs-GmbH. Grundstück und Halle bleiben in der Objektgesellschaft.
- Anlaufverluste: Abschreibungen und Zinsen der ersten Jahre kann der Gesellschafter bei der KG mit anderen Einkünften verrechnen (beschränkt durch § 15a EStG auf die Einlage). Bei einer reinen GmbH bleiben sie dort als Verlustvortrag stehen.
- Vorsteuer: Die Objekt-KG vermietet umsatzsteuerpflichtig (Option nach § 9 UStG) an die Betriebs-GmbH und an den Wirt. Damit lassen sich rund 19 % der Baukosten als Vorsteuer zurückholen, bei 15 Mio. € netto rund 2,85 Mio. €.
- Förderkredit: Der ERP-Förderkredit KMU ist mit beiden Gesellschaften möglich (KMU-Grenzen gelten für den Verbund).
- Nachteile: Durch die Betriebsaufspaltung ist auch die Objektgesellschaft gewerbesteuerpflichtig. Bei 100 % Fremdfinanzierung verlangt die Bank fast sicher persönliche Bürgschaften, gegenüber der Bank schützt die Haftungsbeschränkung dann nicht. Zwei Buchhaltungen und Jahresabschlüsse (ca. 10.000–20.000 € pro Jahr Mehrkosten, Annahme).
- Ergänzung: Ein gemeinnütziger Förderverein, der nicht Eigentümer ist, kann Spenden einwerben, als Ankermieter für Vereinseiszeiten auftreten und Vereinsförderung beantragen.
Die Endfassung (Gesellschaftsverträge, Mietvertrag zwischen KG und GmbH, Umsatzsteueroption) muss ein Steuerberater prüfen.
11. Markt und Konkurrenz
Straßen-km ab Dingolfing. Alle Hallen gehören Kommunen, Stadtwerken oder einem Verein. Einen privaten Betreiber gibt es in der Region nicht.
| Halle | km | Betreiber | Flächen | Zuschauer | Vereine | Eintritt Erw./Kind |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dingolfing, Marco-Sturm-Eishalle | 0 | Stadt | 1 Halle, Sep–Mär | 2.500 | EV Dingolfing (Bayernliga), 8 Hobbyteams, Damen, Eisstock | 1,50 / 1,00 € |
| Landau a.d. Isar, Kunsteisbahn | 21 | Stadt | 1, offen, ca. 6 Wochen | – | Eisstock, Schulen | k. A. |
| Landshut, VR-Bank Landshut Arena + Halle 2 | 37 | Stadt | 2, Eis ab Ende Juli | 4.448 | EV Landshut (DEL2), Eiskunstlauf, Hobby, Eisstock | 4,50 / 3,00 € |
| Straubing, Eisstadion am Pulverturm | 44 | Stadt / Tigers | 1 Halle | 5.825 | Straubing Tigers (DEL), EHC Straubing, Hobby-Kreisliga | 4,00 / 2,00 € |
| Straubing, GP Eisarena | 44 | BM Event GmbH (privat) | Kleinfeld ca. 400 m², ganzjährig | – | Mietfläche | – |
| Deggendorf, Eisstadion | 46 | Stadt | 1 Halle, Aug–Mär | 2.666 | Deggendorfer SC (Oberliga), Eiskunstlauf, ca. 29 Eisstockvereine | 4,00 / 2,50 € |
| Moosburg, Clariant-Arena | 54 | Stadt | 1, überdacht | 1.000 | EV Moosburg, EV Aich, EV Bruckberg | 4,50 / 3,00 € |
| Waldkraiburg, Raiffeisen Arena | 65 | Stadtwerke | 1 Halle | 2.400 | EHC Waldkraiburg (Bayernliga) | 5,00 / 3,00 € |
| Dorfen, Dr.-Rudolf-Stadion | 69 | ESC Dorfen (Verein) | 1, überdacht | 800–1.200 | ESC Dorfen (Bayernliga) | k. A. |
| Regen, Eissportzentrum | 71 | ARBERLAND gGmbH | 1 Halle | 500–2.000 | Red Dragons, Eiskunstlauf, Eisstock | 6,00 / 5,00 € |
| Freising, Weihenstephan-Arena | 73 | Stadt | 1, überdacht | 400 | SE Freising | 5,00 / 2,50 € |
| Erding, Stadtwerke Erding Arena | 76 | Stadtwerke | 1 Halle, Okt–Mär | 2.600 | Erding Gladiators (Oberliga) | 4,00 / 2,00 € |
| Vilshofen, Eisstadion | 78 | Stadt | 1, offen | 1.000 | Vilshofener Wölfe, Eiskunstlauf, Eisstock | k. A. |
| Regensburg, Donau-Arena + Trainingshalle | 82 | das Stadtwerk | 2 | 4.712 | Eisbären (DEL2), EHC, Eiskunstlauf | 6,00 / 5,00 € |
| Passau, Eis-Arena | 91 | Stadt | 1, halboffen | 1.500 | Black Hawks (Oberliga) | 6,00 / 4,00 € |
| Ingolstadt, Saturn-Arena + Halle 2 | 103 | Stadtwerke | 2 | 4.591 | ERC Ingolstadt (DEL) | 7,00 / 4,30 € |
Nachfrage
- Eishockey Bayern 2025/26: 75 Seniorenteams und rund 415 Nachwuchsteams (BEV). Ein Bayernliga-Standort wie Dingolfing hat mindestens 8 Mannschaften in einer Halle.
- Hobby-Eishockey: Die Kreisliga Straubing spielt 2026/27 nur noch mit 5 Teams („starke Reduzierung“), Trainingszeiten ab 21:30 oder 22:15. Ob fehlendes Eis oder fehlende Spieler der Grund sind, ist offen.
- Eisstock: 287 Vereine im Bezirk Niederbayern, davon 142 in den Kreisen entlang der A92 (Deggendorf 27, Straubing-Bogen 50, Landshut 36, Dingolfing-Landau 29). Das ist das größte Potenzial für Abendbelegung.
- Eiskunstlauf: In Straubing und Dingolfing gibt es keinen Verein. Lücke für Kurse und Laufschule.
- Schulen: Deggendorf hatte im Oktober nur noch an 4 Vormittagen freie Schulslots. Plattling und Landau haben kein Hallen-Eis.
Schätzung zusätzlicher Bedarf an Eisstunden
| Segment | h/Woche niedrig | mittel | hoch |
|---|---|---|---|
| Hobby-Eishockey | 5 | 10 | 15 |
| Eisstock Training und Turniere | 3 | 6 | 10 |
| Vereinsnachwuchs, Camps | 2 | 5 | 10 |
| Firmen- und Gruppen-Eisstock | 2 | 4 | 6 |
| Schulen vormittags | 3 | 5 | 8 |
| Öffentlicher Lauf (echter Mehrbedarf) | 2 | 4 | 8 |
| Summe | 17 | 34 | 57 |
Das sind eigene Schätzungen. Eine Fläche bietet in der Saison rund 75–100 Stunden pro Woche. Die mittlere Schätzung füllt also ein Drittel bis die Hälfte, vor allem abends von 17 bis 23 Uhr. Der Rest muss aus eigenem Publikumslauf, Events, Schulverträgen und Sommereis kommen. Vor dem Grundstückskauf sollten Absichtserklärungen der Ankernutzer vorliegen (Eisstockkreise, EV Dingolfing, Hobbyteams, Schulämter).
Typische Belegung (Dingolfing, Saison 2026/27)
| Nutzer | h/Woche | Anteil |
|---|---|---|
| Stammverein EVD | 27,6 | 38 % |
| Publikumslauf | 10,2 | 14 % |
| Hobbyteams | 9,2 | 13 % |
| Schulen | 8,4 | 11 % |
| Privat, Geburtstage | 5,7 | 8 % |
| Eisstock | 5,0 | 7 % |
| Damen-Eishockey | 3,8 | 5 % |
| Eisaufbereitung | 3,4 | 5 % |
| Summe | ca. 73 | ca. 10,5 h/Tag |
12. Preise pro Buchung
Eismiete der Konkurrenz
| Halle | Leistung | Preis |
|---|---|---|
| Landshut (Stadt) | Eisfläche an Dritte, inkl. 1 Kabine | 175 €/h |
| Waldkraiburg (Stadtwerke) | Eishockey, Eiskunstlauf | 180 €/h + 25 € Kabine |
| Straubing, Pulverturm | Sommer-Eis 2026 inkl. MwSt | 195 €/h |
| Deggendorf (Stadt) | einheimische / auswärtige Mannschaft | 90 / 120 €/h |
| Regen (ARBERLAND) | Herren Heimverein / Jugend fremd / Schule | 135 / 110 / 90 €/h |
| Weiden (Stadtwerke) | Halle / Freieis | 150 / 90 €/h |
| Mitterteich (Stadt) | Hobby, Vereine, 90 min inkl. Kabine | 160 € (ca. 107 €/h) |
| Augsburg (Stadt) | Vereine / sonstige | 69 / 172,50 €/h |
| Mannheim (Stadt) | Hobbyteams / gewerblich | 220 €/h / mind. 250 €/h |
| Braunlage | Eismiete / ab 10 h | 190 / 170 €/h |
| Linz (LINZ AG) | Vereine, Sommereis | 160 €/h |
| Wien WEV | Halle je 50 min vormittags / nachmittags | 101 / 133 € |
| GP Eisarena Straubing (2021) | Kleinfeld | ca. 100 €/h |
Eintritt Publikumslauf in der Region: Erwachsene 1,50–7 € (Median ca. 5 €), Kinder 1–5 €. Private Hallen: SAP Garden München 9,50 €, EisArena Hamburg 15 €.
Empfehlung
Über den Preis kann eine private Halle gegen subventionierte Hallen nicht gewinnen. Sie gewinnt über bessere Uhrzeiten, Sommereis, Lage an der A92, Komfort und Gastronomie. An Dritte vermieten die kommunalen Hallen bereits für 150–195 €/h. Das ist der Anker.
| Produkt | Preis (brutto) | Begründung |
|---|---|---|
| Prime-Time Mo–Fr 17–22, Sa/So 10–20 Uhr: Hobby, Firmen, Fremdvereine | 190–210 €/h | Landshut 175 € + Kabine, Waldkraiburg 205 €, Mannheim 220 € |
| Late Ice ab 22 Uhr | 150–170 €/h | Weiden 150 € |
| Off-Peak Mo–Fr vor 16 Uhr | 110–130 €/h | Wien vormittags 101 € je 50 min, Mitterteich ca. 107 €/h |
| Vereine mit Saisonvertrag (mind. 2 h/Woche, 26 Wochen, Vorkasse) | 150–170 / 100–120 €/h | 15–20 % Rabatt für planbare Abnahme |
| Nachwuchs, Camps | 130–150 €/h | Regen 110 € für fremde Jugendteams |
| Sommereis Mai–August | 160–200 €/h | kaum Konkurrenz, Straubing 195 €, Linz 160 € |
| Firmen-Events, Exklusivmiete | ab 250–350 €/h | plus Gastro- und Technikpauschale; Mannheim gewerblich mind. 250 €/h |
| Eisstock Verein | 30–40 € je Bahn und h | Saisonpaket 1 Abend/Woche 500–700 € je Bahn |
| Eisstock Firmen und Gruppen | 60–90 € je Bahn und h | Paket mit Tisch und Getränken 150–250 € je Bahn für 1,5 h |
| Eisstock-Turnier Sa vormittags | 450–600 € | Deggendorf 450 €, Mitterteich 450–700 € |
| Eintritt Erwachsene / Kinder | 7–8 € / 4,50–5 € | Region bis 7 €, privat 9,50–15 € |
| Familienkarte, Saisonkarte | 18–20 € / 140 € (Kind 90 €) | Region 9–17 € bzw. 75–130 € |
| Leihschuhe, Schleifen, Eisdisco | 5–6 € / 7–8 € / 9–10 € | Region 2–6 € / 4–8 € / 7–9 € |
| Kindergeburtstag | 15–19 € pro Kind | inkl. Eintritt, Leihschuhe, Snack |
| Schulen | 2,50–3 € pro Kind oder 70–90 €/h | Deggendorf 2,50 €, Freising 68 €/h |
Umsatzsteuer: Eismiete und Eintritt bei einem gewerblichen Betreiber 19 % (der ermäßigte Satz nach § 12 Abs. 2 Nr. 9 UStG gilt nur für Schwimm- und Heilbäder). Bei 200 € brutto bleiben also 168 € netto. Der Mischpreis aus allen Produkten liegt bei realistisch 130–170 € netto je belegter Eisstunde; Ansatz im Modell 150 €.
13. Betriebskosten
| Position | €/Jahr | Grundlage |
|---|---|---|
| Strom 1,0 GWh × 19,2 ct, abzüglich PV | 170.000 | BDEW 2026, volle Stromsteuer |
| Wärme (Spitzenlast, Rest kommt aus Abwärme) | 15.000 | Annahme |
| Wasser, Abwasser | 10.000 | 467–738 m³ pro Saison nur für Eisbearbeitung, plus Duschen |
| Personal: 6 Vollzeit (Eismeister, Hallenwart, Technik, Leitung) + Minijobs Kasse/Verleih | 400.000 | TVöD EG 5–8 = 3.124–4.231 € brutto/Monat, 13 Gehälter, ca. 21 % Arbeitgeberanteil |
| Wartung Kälteanlage | 22.000 | Nordhorn 18.000–24.000 € |
| Instandhaltung (1 % der Bauinvestition) | 150.000 | Annahme; in den ersten Jahren niedriger |
| Versicherungen (Haftpflicht, Gebäude, Maschinenbruch, Betriebsunterbrechung) | 50.000 | Annahme, keine Prämien veröffentlicht |
| Grundsteuer (Flächenmodell Bayern) | 11.000 | 15.000 m² × 0,04 € + 6.000 m² × 0,50 € × Hebesatz ca. 300 % |
| Verwaltung, Steuerberatung, IT, Buchungssystem, Marketing | 60.000 | Annahme |
| Eismaschine (Strom, Messer, Service) | 10.000 | Annahme |
| Reinigung | 30.000 | Annahme |
| Summe Betriebskosten | ca. 928.000 | Benchmarks: Langnau knapp CHF 1 Mio., Dinslaken ca. 1 Mio. € |
Nicht enthalten: Kapitaldienst, Abschreibungen, Gewerbesteuer, Ertragsteuern. Variable Kosten je Eisstunde (Eisbearbeitung: 18–36 kWh Strom, 0,3–0,5 m³ Wasser, Verschleiß) setzt das Modell mit 10 € je Stunde an.
Erlöse außerhalb der Eiszeit
| Quelle | €/Jahr | Grundlage |
|---|---|---|
| Restaurantpacht | 55.000 | 8–10 % von ca. 600.000 € Pächterumsatz, Mindestpacht ca. 4.000 €/Monat (siehe Abschnitt 15) |
| Bandenwerbung, Sponsoring, Namensrecht | 60.000 | Annahme |
| Verleih, Schleifen, Automaten (Deckungsbeitrag) | 30.000 | Annahme |
| Summe | ca. 145.000 |
14. Wirtschaftlichkeit und Break-even
Frage: Wie viele Stunden pro Tag muss die Eisfläche vermietet sein, damit kein Verlust entsteht? Gerechnet wird die Liquidität (Betriebskosten + Zins + Tilgung), denn die Raten müssen jeden Monat bezahlt werden. Die GuV-Sicht (Abschreibung statt Tilgung) steht darunter.
Linie: Jahresergebnis (Liquidität) in Abhängigkeit von den verkauften Eisstunden pro Tag. Der grüne Bereich (bis 13 h) ist realistisch verkaufbar: Öffnung ca. 6–23 Uhr, abzüglich rund 15 Minuten Eisbearbeitung je Stunde.
Ergebnis in Zahlen (realistisches Szenario, Vorgabe 4,7 %)
| Größe | Wert |
|---|---|
| Kapitaldienst (19,5 Mio. €, 4,7 %, 25 Jahre) | 1.342.000 € |
| + Betriebskosten | 928.000 € |
| − sonstige Erlöse | 145.000 € |
| = über Eisstunden zu deckende Kosten | 2.125.000 € |
| Deckungsbeitrag je Eisstunde (150 € − 10 €) | 140 € |
| Break-even Eisstunden pro Jahr | ca. 15.200 |
| Break-even Eisstunden pro Tag (360 Tage) | ca. 42 h |
| Ergebnis bei 11 h/Tag | ca. −1,6 Mio. € pro Jahr |
| Nötiger Erlös je Stunde bei 11 h/Tag | ca. 550 € netto |
Break-even nach Preis und Zins (Stunden pro Tag, 19,5 Mio. €, 25 Jahre, 360 Tage)
Was die Halle tragfähig machen könnte
| Hebel | Wirkung pro Jahr | Bewertung |
|---|---|---|
| Kommune zahlt Miete für Schul- und Vereinseis (Modell Benrath: 640.000 €) | −640.000 € Fixkosten | stärkster Hebel, politisch abhängig |
| Erbbaurecht statt Kauf (Erbbauzins ca. 3–5 % vom Bodenwert) | ca. −70.000 € netto | klein, spart aber rund 2,1 Mio. € Kredit |
| Zuschüsse (Kälte-Klima 200.000 €, LEADER 250.000 €) | ca. −30.000 € Annuität | klein |
| Gemeinnützige Struktur mit SportFöR (25–40 %) | ca. −300.000 bis −500.000 € Annuität | nur ohne Gewinnabsicht und ohne überwiegenden Publikumsbetrieb |
| Minimalinvestition (Leichtbau, kleiner Funktionstrakt, gebrauchte Eismaschine) | ca. −400.000 € Annuität | höhere Energie- und Instandhaltungskosten |
| Höhere Preise (z. B. 200 € netto Mischpreis) | +50 € je Stunde | nur mit Premium-Angebot durchsetzbar |
15. Restaurant zur Verpachtung
Was nötig ist
| Thema | Anforderung |
|---|---|
| Baurecht | Wird mit der Halle genehmigt. Sonderbau nach Art. 2 Abs. 4 BayBO: Gaststätte über 100 Gastplätze im Erdgeschoss bzw. über 60 Gastplätze im Obergeschoss (z. B. mit Blick aufs Eis). Brandschutznachweis Pflicht. |
| Versammlungsstättenverordnung | Gilt ab über 200 Besuchern; Plätze an Tischen zählen 1 Besucher je m². 250 m² Gastraum liegen voraussichtlich darüber, mit gemeinsamen Rettungswegen ohnehin. Folge: Rettungswege, Toilettenschlüssel, Brandmeldeanlage. |
| Toiletten (§ 12 VStättV) | Je 100 Plätze 1,2 Damen-WC, 0,8 Herren-WC, 1,2 Urinale; bei 250 Plätzen 3 / 2 / 3; WCs der Halle anrechenbar, wenn Gäste sie nutzen können. Barrierefreies WC. |
| Gaststättenerlaubnis (§ 2 GastG) | Bei Alkoholausschank immer nötig. Erteilt wird sie dem Pächter (personengebunden), er braucht den IHK-Unterrichtungsnachweis. Der Verpächter liefert genehmigungsfähige Räume (Barrierefreiheit nach § 4 Abs. 1 Nr. 2a GastG, Toiletten, Lüftung). |
| Stellplätze | GaStellV Bayern: 1 je 10 m² Gastfläche, also ca. 25 Stellplätze nur für das Restaurant; eine Gemeindesatzung geht vor. |
| Barrierefreiheit | Art. 48 Abs. 2 BayBO: Sport- und Freizeitstätten in Besucherbereichen barrierefrei, einschließlich Toiletten und Stellplätzen (DIN 18040-1). |
| Fettabscheider | DIN EN 1825 / DIN 4040-100, genehmigungspflichtig nach Entwässerungssatzung; Entleerung mindestens alle 4 Wochen, Generalinspektion alle 5 Jahre. |
| Küchenlüftung | VDI 2052 (Abluftvolumen, Fettfilter, Kanalreinigung, Brandschutz). |
| Hygiene | VO (EG) 852/2004 (HACCP), LMHV, Belehrung nach § 43 IfSG (Bescheinigung höchstens 3 Monate alt, danach alle 2 Jahre). |
| Lärm | Für die Halle samt Parkplatz gilt die Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV), für die Gaststätte die TA Lärm. Kritisch sind Terrasse am Abend, Abfahrten nach 22 Uhr und die rund um die Uhr laufenden Rückkühler. Gewerbegebiet 65 dB(A) tags, 50 nachts. |
| Sonstiges | GEMA, Sky/DAZN-Gewerbelizenz (Sportsbar), Schankanlage nach DIN 6650, Getränkeliefervertrag. |
Wer baut was
| Leistung | Verpächter | Pächter |
|---|---|---|
| Rohbau, Hülle, Haustechnik (Lüftung, Fettabscheider, Sanitär) | ja | – |
| Großküche (Geräte) | empfohlen ja (Germering, Lahnau, Peiting machen es so) | Wartung, Ersatz |
| Wartung Fettabscheider und Abluft | – | ja |
| Theke, Mobiliar über Grundinventar hinaus, Geschirr, Kasse | – | ja, oft über Brauerei finanziert |
| Inventarversicherung zum Neuwert | – | ja |
Eine Küche im Eigentum des Verpächters erleichtert den schnellen Pächterwechsel. Kosten Gastronomie gesamt: 0,95 / 1,35 / 1,8 Mio. € netto (min / realistisch / max).
Pachtmodell
| Vergleich | Modell |
|---|---|
| München, Grünwalder Stadion (Frist 31.10.2026) | mind. 8.000 €/Monat + mind. 9,5 % Umsatz, Kaution 6 Monatsmieten |
| Germering, Freizeitzentrum mit Blick in die Eishalle (12/2024) | Gastraum 160 m², Küche ca. 50 m², Dachterrasse 170 m²; Pacht nach Angebot, unbefristet, Küche voll ausgestattet, Betriebspflicht zu Eislaufzeiten. Der Vorpächter hatte selbst gekündigt. |
| Berlin, Horst-Dohm-Eisstadion (2022) | Umsatzpacht mit Mindestpacht oder Pauschale je Besucher, 5 Jahre |
| Regen, Freibad-Kiosk (2025) | 8 % vom Umsatz bis 46.000 €, darüber 10 % |
| Lahnau, Musterpachtvertrag | Mindestpacht + x % Umsatz, Indexklausel, 10 Jahre + 1 |
| Faustregel | 8–12 % vom Nettoumsatz; „Pacht mal acht“; über 10 % nur mit triftigem Grund |
Empfehlung: Mindestpacht (z. B. 3.000 €/Monat im Sommer, 5.000 €/Monat in der Eissaison) plus 8–10 % vom Nettoumsatz über einem Schwellenwert; Nebenkosten über eigene Zähler; Kaution 3–6 Monatspachten; Indexklausel; Betriebspflicht zu Lauf- und Spielzeiten; Bucheinsichtsrecht; 5 Jahre mit Verlängerungsoption. Brauereibindung nur gegen Darlehen oder Inventar (zulässig in der Regel bis 15 Jahre).
Umsatzsteuer: Speisen seit 1.1.2026 dauerhaft 7 %, Getränke 19 %. Die Raumpacht ist steuerfrei nach § 4 Nr. 12 UStG; die Option zur Steuerpflicht (§ 9 UStG) sichert den Vorsteuerabzug aus dem Bau.
16. Genehmigungen und Steuern
| Thema | Regel |
|---|---|
| Baugenehmigung | Sonderbau (über 1.600 m² Geschossfläche, Räume über 100 Personen, Versammlungsstätte): volles Verfahren mit Brandschutzprüfung. |
| Bauplanungsrecht | Anlagen für sportliche Zwecke sind im Gewerbegebiet allgemein zulässig (§ 8 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO), im Industriegebiet nur ausnahmsweise (§ 9 Abs. 3 Nr. 2). Eventbetrieb als Schwerpunkt wäre Vergnügungsstätte (im GE nur ausnahmsweise). Ein konkreter Bebauungsplan kann Sport ausschließen, siehe Abschnitt 3. |
| BImSchG | NH3-Kälteanlage ab 3 t Füllmenge vereinfachtes Genehmigungsverfahren; mit indirektem System (0,1–0,5 t) nicht nötig. Störfallverordnung erst ab 50 t. |
| Betriebssicherheit | DIN EN 378, BetrSichV (Prüfung durch zugelassene Überwachungsstelle), Druckgeräterichtlinie, AwSV für Sole. |
| F-Gase | Ab 1.1.2027 nur Kältemittel mit GWP unter 750 in neuen Anlagen über 12 kW. |
| Versammlungsstätte | VStättV Bayern ab über 200 Besuchern: Rettungswege max. 30 m, 1,20 m Breite je 200 Personen, Brandmeldeanlage ab über 1.000 m² Versammlungsfläche. Bei 500 Plätzen 6 Damen-WC, 4 Herren-WC, 6 Urinale. Die VStättV tritt Ende 2028 außer Kraft, dann gilt eine Neufassung. |
| Stellplätze | Seit 01.05.2026 nur Pflicht, wenn die Gemeinde eine Stellplatzsatzung hat (Art. 47 BayBO). Richtzahlen GaStellV: Sporthalle 1 je 50 m² Hallenfläche + 1 je 15 Besucherplätze; Gaststätte 1 je 10 m². Für 4.000 m² und 500 Plätze plus Gastronomie rund 80 + 33 + 25 = ca. 140 Stellplätze nach Richtzahl; für Spieltage und Publikumslauf eher 200 einplanen. |
| Umsatzsteuer | Eismiete stundenweise 19 % (Abschn. 4.12.11 UStAE); Eintritt 19 %; Speisen 7 %, Getränke 19 %; Raumpacht steuerfrei mit Option. |
| Gewerbesteuer-Hebesätze | Dingolfing 300 %, Deggendorf 350 %, Ø Lkr. Dingolfing-Landau 330,8 %, Ø Lkr. Deggendorf 342,5 % (2025); Straubing, Passau 400 %, Landshut 420 %. |
| Grundsteuer | Bayerisches Flächenmodell: 0,04 €/m² Boden + 0,50 €/m² Gebäudefläche × Hebesatz; Ø Grundsteuer B Lkr. Dingolfing-Landau 220 %, Lkr. Deggendorf 263 %. |
| Grunderwerbsteuer | Bayern 3,5 %. |
17. Zeitplan
| Phase | Dauer | Inhalt |
|---|---|---|
| 0. Vorprüfung | 3 Monate | Absichtserklärungen der Ankernutzer, Gespräch mit Gemeinde und Landratsamt, BEV-Anfrage zur Flächenbreite, Bankgespräch, Kälte-Klima-Antrag bis 31.12.2026 |
| 1. Grundstück und Planungsrecht | 6–12 Monate | Kaufoption oder Erbbaurecht, Baugrundgutachten, Bebauungsplan bzw. Sondergebiet |
| 2. Planung und Genehmigung | 9–12 Monate | Leistungsphasen 1–4, Brandschutz, Schallgutachten, Kälteplanung, Finanzierungszusage |
| 3. Ausschreibung und Bau | 13–19 Monate | Burgau 13, Kaufbeuren 18, Regensburg-Anbau 18 Monate |
| 4. Inbetriebnahme | 2 Monate | Eisaufbau, Probebetrieb, Personal, Pächter |
| Gesamt | ca. 2,5–3,5 Jahre | frühestens Eröffnung zur Saison 2029/30 |
18. Risiken und Gründe zum Scheitern
Die zehn wahrscheinlichsten Gründe zum Scheitern
- Kapitaldienst größer als Umsatz: 1,34 Mio. € pro Jahr Annuität gegen realistisch 0,5–0,65 Mio. € Deckungsbeitrag aus Eis plus 0,15 Mio. € Nebenerlöse.
- Keine Bank finanziert 100 %: Spezialimmobilie, Restnutzungsdauer nach BelWertV höchstens 30 Jahre, Kapitalisierungszins mit Freizeitzuschlag; ohne Eigenkapital oder öffentliche Garantie keine Zusage (Saastal: Gläubiger verlangten 200.000 CHF/Jahr Defizitgarantie).
- Subventionierte Konkurrenz: Dingolfing nimmt 1,50 € Eintritt, Deggendorf 90 €/h von einheimischen Vereinen.
- Baukostenüberschreitung: Saastal +33 %, Herne +114 %, Unna 8,25 → 12,5 Mio. €, Villach Baukostenindex über 40 % gestiegen.
- Energiepreise: In Radenthein machte Strom 65 % der Betriebskosten aus, 2023 verdreifachte sich der Preis, die Halle schloss.
- Ankermieter springt ab oder zahlt nicht: Bad Kissingen: Streit mit dem Verein, Vereinsinsolvenz, Halle steht seit Jahren still.
- Genehmigung oder Lärm: Löhne (Landschaftsschutz, nicht genehmigungsfähig), Aarau (Schließung um 16:30 Uhr durch Anwohner), Unna (nur 10 Fremdveranstaltungen pro Jahr).
- Technischer Ausfall mitten in der Saison: Wien EisStadthalle seit 03/2026 geschlossen (alte NH3-Anlage), Mainz 2023 sofort geschlossen (Wassereintrag in der Decke).
- Bauzeitverzögerung: verpasster Saisonstart heißt ein Jahr Erlösausfall bei vollem Kapitaldienst.
- Kein Wiederverkaufswert: Bad Kissingen 2017 für 231.500 € verkauft; Frohnleiten und Herne zeigen, dass nur Umnutzung (Padel, Paintball) bleibt.
Risikomatrix
hoch mittel niedrig W = Wahrscheinlichkeit, A = Auswirkung
| Bereich | Risiko | W | A | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|---|---|
| Finanzierung | 100 % Fremdfinanzierung wird nicht zugesagt | hoch | hoch | Eigenkapital/Mezzanine 20–30 %, Bürgschaften, kommunale Garantie |
| Finanzierung | Zins höher als 4,7 % (KfW Klasse C–F: 5,6–7,4 %) | hoch | hoch | Bonität verbessern, Zinsbindung über volle Laufzeit, Sensitivität 6,5 % rechnen |
| Finanzierung | Anschlusszins nach 10 Jahren Zinsbindung | mittel | hoch | lange Zinsbindung, Zinscap oder Swap |
| Finanzierung | Vorsteuer-Zwischenfinanzierung (ca. 3,3 Mio. € USt auf Baukosten) | mittel | mittel | Kontokorrentlinie, monatliche Voranmeldung |
| Finanzierung | Förderrückforderung bei Zweckbindung (z. B. Schul- oder Vereinssport) | mittel | hoch | Zweckbindungsfristen mit Exit-Plan abstimmen |
| Markt | Subventionierte kommunale Hallen unterbieten jeden Preis | hoch | hoch | Nische: Sommereis, gute Abendslots, Camps, Firmen-Eisstock, Gastronomie |
| Markt | Abhängigkeit von Ankermietern | hoch | hoch | mehrjährige Verträge mit Mindestabnahme, viele Nutzer, Vorauskasse |
| Markt | Zahlungsausfall von Vereinen | mittel | mittel | monatliche Vorauskasse, Bürgschaft Förderverein |
| Markt | Schwache Sommer- und Tagesnachfrage | hoch | hoch | Camps mit Profiteams (Bad Tölz ausgebucht), Schulverträge, Sommer-Umnutzung (Padel) oder Abtauen |
| Markt | Rückgang Hobby-Eishockey (Kreisliga Straubing nur noch 5 Teams) | mittel | mittel | Eisstock, Eiskunstlauf, Kurse, Events als zweite Säule |
| Markt | Neue zweite Eisfläche in Straubing oder Ausbau Dingolfing | niedrig | hoch | Gespräch mit den Städten, Kooperation statt Konkurrenz |
| Energie | Strompreis steigt (2022/23 Verdreifachung) | mittel | hoch | PV, Festpreisvertrag 3–5 Jahre, Wärmerückgewinnung, LED, Lastmanagement |
| Energie | Energiebedarf Ganzjahresbetrieb unterschätzt (Sommer-Kältelast, Entfeuchtung) | mittel | hoch | Energiegutachten mit Messdaten vergleichbarer Hallen |
| Energie | Keine Stromsteuerentlastung (kein Produzierendes Gewerbe) | sicher | mittel | bereits eingerechnet |
| Energie | CO2-Preis ab 2027/2028 frei (ETS2) | hoch | gering | keine fossile Wärme, Abwärme und Wärmepumpe |
| Bau | Kostenüberschreitung 15–40 % | hoch | hoch | Generalunternehmer-Festpreis, 10–15 % Reserve, Planung vor Vergabe abschließen |
| Bau | Bauzeitverzögerung, Saisonstart verpasst | mittel | hoch | Eröffnung mit Puffer, Vertragsstrafen, Bereitstellungszinsen einplanen |
| Bau | Baugrund, Grundwasser, Hochwasser (Isar/Donau) | mittel | hoch | Bodengutachten vor Kauf, Standort außerhalb HQextrem, Technik hochwassersicher |
| Genehmigung | Bebauungsplan lässt Sport oder Höhe nicht zu (Wallersdorf: 12 m) | mittel | hoch | Bauvoranfrage vor Kauf, Kaufvertrag mit Rücktrittsrecht |
| Genehmigung | Lärm: Rückkühler nachts, Abfahrten nach 22 Uhr, Terrasse | mittel | hoch | Schallgutachten, Abstand zu Wohnen, Betriebszeiten mitgenehmigen |
| Genehmigung | Spielbetrieb: NHL-Breite unter IIHF-Minimum | mittel | mittel | 26 m Breite bauen oder BEV-Zusage einholen |
| Technik | Ausfall Kälteanlage in der Saison | mittel | hoch | Verdichter n+1, Fernüberwachung, Wartungsvertrag mit 24/7-Reaktion, Maschinenbruch- und BU-Versicherung |
| Technik | Ammoniak-Leck (Fernie 2017: 3 Tote; Feldkirch, Höchstadt, Passau) | niedrig | sehr hoch | indirektes System mit Kleinstfüllmenge oder CO2, Gaswarnanlage, Notlüftung, Schulung |
| Technik | Frosthebung unter Dauereis | mittel | sehr hoch | beheizter Unterfrierschutz, Temperaturmonitoring |
| Technik | Nebel, Kondensat, Korrosion, Feuchte im Tragwerk | hoch | hoch | Sorptionsentfeuchtung, niedrig emittierende Decke, regelmäßige Bauwerksprüfung (VDI 6200) |
| Technik | Dach unter Schneelast (Bad Reichenhall 2006: 15 Tote; Wabern 2025: Kleberrisse nach 4 Jahren) | niedrig | katastrophal | Tragwerk mit Prüfkonzept, Schneelastmessung, keine ungeprüften Klebeträger |
| Technik | Ausfall der einzigen Eismaschine | mittel | mittel | gebrauchte Zweitmaschine (ca. 17.000 €) |
| Recht | F-Gase-Verordnung (GWP unter 750 ab 2027, HFKW 2050 null) | sicher | hoch | nur NH3 oder CO2 |
| Recht | VStättV Bayern tritt Ende 2028 außer Kraft, Neufassung offen | mittel | mittel | Planung an neuester Fassung ausrichten, Brandschutzplaner früh |
| Steuern | Umsatzsteuer: Aufteilung Grundstück / Betriebsvorrichtung, Vorsteuerkorrektur bei Nutzungswechsel | mittel | mittel | Steuerberater, Option nach § 9 UStG, Struktur KG/GmbH |
| Personal | Eismeister- und Kältetechnik-Mangel | mittel | hoch | eigene Ausbildung, Haustechnik und Eismeisterei kombinieren, externer Störungsdienst |
| Haftung | Unfälle (Stürze, Puck, Bande) | mittel | mittel | Betreiberhaftpflicht, Verkehrssicherungskonzept, Haftung in der Betriebs-GmbH |
| Gastronomie | Kein Pächter oder Pächterinsolvenz (DEHOGA 2025: knapp 40 % erwarten Verlust) | hoch | mittel | Küche im Eigentum, Mindestpacht, Kaution, Brauereipartner, Kiosk als Notbetrieb |
| Extern | Pandemie, Betriebsverbot (2020/21) | niedrig | sehr hoch | Liquiditätsreserve 6 Monate, Tilgungsaussetzung vereinbaren |
| Exit | Keine Drittverwendung, Beleihungswert niedrig | hoch | sehr hoch | Halle für Padel, Tennis, Messe oder Logistik nutzbar planen (lichte Höhe ≥ 8 m, Eisplatte rückbaubar) |
Fallbeispiele
| Halle | Was passiert ist |
|---|---|
| Herne, Gysenberg (privat) | Investor Ibaco geriet in Finanznot, Stadt kaufte; erneute Privatisierung ohne Erfolg; Insolvenz ca. 2010; stabil erst mit Verein als Mitgesellschafter (60 % des Umsatzes vom Verein). Baukosten 3,5 → 7,5 Mio. DM. |
| Bad Kissingen (privat seit 2017) | Streit mit dem Verein, Vereinsinsolvenz, Halle steht still; Landratsamt ließ Ammoniak entsorgen, Vollstreckung läuft. |
| Wabern, Wintersport Center (privat) | Dezember 2025 von der Bauaufsicht gesperrt (Kleberrisse an Dachträger), Spendenaufruf 100.000 €. |
| Löhne (privat, geplant) | Umbau einer Reithalle nicht genehmigungsfähig (Landschaftsschutz), Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen. |
| Saastal (Verein, CH) | Budget 10,5 → 14 Mio. CHF, Gläubiger verlangten Defizitgarantie, Gemeinden lehnten am 05.07.2026 ab: Bauruine droht. |
| Frohnleiten (AT) | Eishalle unwirtschaftlich, Umbau zur Padel-, Pickleball- und Badmintonhalle (2026). |
| Regen (kommunal, Niederbayern) | Defizit 110.000–256.000 €/Jahr, 2014 Schließung beschlossen, gerettet durch gGmbH des Landkreises. |
| Unna, Dinslaken, Möhnesee | Zuschussbedarf 1,4–1,5 Mio. €, ca. 1,25 Mio. €, ca. 250.000 € pro Jahr. |
| Radenthein (AT) | Strom 65 % der Betriebskosten, Schließung nach Preisschock; Neustart 2026 mit privater Familie, Gemeinde bezahlt Schul- und Publikumszeiten. |
Was funktioniert
- Privater Betreiber als Pächter einer kommunalen Halle, Kommune bleibt Eigentümerin und zahlt Anlaufzuschuss (Brodde in Bergkamen und Gelsenkirchen, ab 2026).
- Gemeinde bezahlt feste Schul-, Kindergarten- und Publikumszeiten (Radenthein, Regen).
- Verein als Mitgesellschafter (Herne).
- Sommer-Camps: Helmut-de-Raaf-Camp Bad Tölz alle 3 Wochen früh ausgebucht, SAP Garden, EC Lauterbach.
- Traglufthalle als günstige Einstiegslösung (Frohnleiten, 2.500 m²).
19. Nächste Schritte
- Bis 31.12.2026: Prüfen, ob ein Antrag nach der Kälte-Klima-Richtlinie schon vor Grundstückskauf möglich und sinnvoll ist (bis 200.000 €).
- BEV schriftlich anfragen, ob eine Fläche mit 25,91 m Breite für den Spielbetrieb zugelassen wird, sonst 26 m planen.
- Ankernutzer gewinnen: Eisstockkreise E101, E105, E106, E108, EV Dingolfing, Hobbyteams, Schulämter Dingolfing-Landau und Deggendorf. Ziel: unterschriebene Absichtserklärungen über mindestens 30–40 Stunden pro Woche.
- Gemeinde als Partner suchen: Erbbaurecht, Mietvertrag für Schul- und Vereinseis nach Benrather Modell, kommunale Bürgschaft. Ohne diesen Baustein trägt sich die Halle nach der Rechnung oben nicht.
- Bankgespräch mit Hausbank und LfA-Förderberatung (089 2124-1000) über Eigenkapitalanforderung, Preisklasse und Sicherheiten.
- Grundstück nur mit Kaufoption bzw. Rücktrittsrecht für den Fall fehlender Baugenehmigung oder Finanzierung sichern.
- Angebote einholen: Kälteanlage (NH3 indirekt und CO2 im Vergleich), Bande, Eismaschine (AST Füssen, Engo, WM, ICEBEAR), Gesamtausstattung (Ice Business Regensburg), Industriemakler für Versicherungen.
- Pächter- und Brauereigespräche mit 2–3 regionalen Brauereien.
- Steuerberater: Struktur KG/GmbH, Umsatzsteueroptionen, Vorsteuer-Zwischenfinanzierung.
20. Quellen
Abgerufen am 21.10.2026. Was ausdrücklich als Annahme oder eigene Rechnung markiert ist, hat keine Quelle.
Eisbearbeitung und Equipment
- zamboni.com 552AC · Zamboni Europe Booklet · Zamboni Deutschland (AST Füssen)
- engo.it Eisbearbeitungsmaschinen · WM Mammoth · Resurfice Händler
- TED 414116-2026 Crimmitschau · Berlin-Neukölln Eismaschine · Ilmenau Leasing
- Autoline Gebrauchtmaschinen · Kleinanzeigen Dupon OKAY 3000
- iceshop24 (Ice Business Regensburg) · Jet Ice Wasseraufbereitung
- TRGS 900 · AIR-Richtwertliste 2026
- GP Eisarena Straubing · Niederbayern TV 18.06.2021 · Tigers Sommer-Eis 2026
Baukosten, Technik, Energie, Normen
- Langnau 2. Eishalle (Grossrat Bern) · BASPO NASAK 5
- Düsseldorf-Benrath · Unna 2021 · Nordhorn Planungsstudie
- Burgau · Kaufbeuren · Sissach · Saas-Grund
- Salzburg Trainingshalle · Villach · Landshut Generalsanierung · Straubing Kabinentrakt
- KKA Amberg · KKA Eppelheim · r744 Aarhus · Berlin Kälteanlage
- Wetzikon Bande · Dresden LED · Fraunhofer ISE
- Makhnatch (KTH) Energie Eishallen · Moers Vorlage 94 · BDEW Strompreisanalyse 08/2026
- § 9b StromStG · 4. BImSchV · F-Gase-VO 2024/573 · VStättV Bayern
- IIHF Rulebook 2026/27 · BEV Durchführungsbestimmungen · DEB-Leitfaden Oberliga
- Dinslaken Betriebskosten · SPD Straubing · Aalen
Markt, Preise, Nachfrage
- Dingolfing Eishalle · Dingolfing Belegungsplan · Landshut Eisflächenvermietung
- Deggendorf Gebühren · Deggendorf Eisstock-Trainingsplan · Waldkraiburg · Regen
- Straubing Eisstadion · Regensburg · Passau · Erding
- Mannheim Entgelte 2026 · Augsburg · Mitterteich · EisArena Hamburg · SAP Garden
- BEV Whitepaper „Zukunft braucht Eis“ · BEV Vereinsverzeichnis · Kreisliga Straubing
Gastronomie, Finanzierung, Steuern
- BayBO Art. 2 · VStättV § 12 · § 2 GastG · § 4 GastG · GaStellV Anlage
- Grünwalder Stadion Verpachtung · Germering Gastronomie · Lahnau Musterpachtvertrag · Peiting
- dwif Betriebsvergleich Bayern 2025 · DEHOGA-Umfrage 2025 · Bad Kissingen Eispalast
- KfW ERP-Förderkredit KMU · KfW Konditionenanzeiger · LfA Universalkredit
- Kälte-Klima-Richtlinie · SportFöR · LEADER
- § 12 UStG · UStAE 4.12.11 · Hebesätze Bayern 2025 · BayGrStG
Grundstücke und Risiken
- Wallersdorf Gewerbegrundstücke · Bebauungsplan Wallersdorf Nordost · Herstellungsbeiträge Wallersdorf · Immowelt Wallersdorf 10.000 m²
- Aholming · Landau Gewerbegebiete · Osterhofen · Hafen Straubing · Mengkofen
- Bodenrichtwerte Dingolfing-Landau 2026 · Marktbericht Lkr. Landshut · 18. BImSchV § 2 · GaStellV Anlage
- Herne Gysenberg · Bad Kissingen · Wabern · Löhne · Saastal
- Frohnleiten · Regen Betriebskonzept · Unna · Möhnesee · Radenthein 2022 · Radenthein 2026
- Mainz · Wien EisStadthalle · Aarau · Fernie · Bad Reichenhall · BelWertV
- Gelsenkirchen Betreiber · Bad Tölz Camp · Hochwasser 2013